24 von 29 Ortstafeln hat die Stadt Gmunden nicht ordnungsgemäß aufgestellt, weshalb auch die Größe des Stadtgebiets in Frage gestellt wurde. Nun könnte sich das Amt erneut vermessen haben. Am Traunseeufer wurde ein Wohnprojekt auf 690 Quadratmetern genehmigt, der Kataster weist jedoch viel kleineres Grundstück auf.
Hat sich Gmunden schon wieder vermessen? Diese Frage stellte sich nach dem Pfusch beim Aufstellen der Ortstafeln – die „Krone“ hat berichtet – der parteilose Gemeinderat Roland Simmer nun auch beim kürzlich fertig errichteten Wohnhausprojekt in der Seegasse. „Nach den mir vorliegenden Unterlagen wurde das Bauverfahren offenbar auf Basis einer Bauplatzfläche von rund 690 Quadratmetern geführt. Der aktuelle Katasterstand weist jedoch eine Grundstücksfläche von nur noch rund 585 Quadratmetern auf“, rätselt Simmer.
Große Auswirkungen
Auch wenn es sich um eine Differenz von „nur“ 105 Quadratmetern handle, würde diese große Auswirkungen haben – etwa bei der Einhaltung von Abstandsflächen zu Grundgrenzen oder zur davor liegenden Straße. „Wenn ein Gebäude auf Basis einer größeren Fläche bewilligt wurde, die tatsächlich nicht oder nicht mehr besteht, stellt sich die Frage der Bewilligungskonformität des errichteten Bauwerks“, betont Simmer. Er konfrontierte auch den Gemeinderat mit der Thematik. Eine mündliche und schriftliche Anfrage blieb bis dato aber noch unbeantwortet.
Bauamt prüft
ÖVP-Bürgermeister Stefan Krapf bittet um Geduld: „Ich kenne das Projekt, aber nicht alle Details. Ich habe alle Fragen an das Bauamt weitergeleitet, es prüft die Angelegenheit. Wir werden die Antworten fristgerecht liefern.“ Tatsächlich hat das Projekt mehrfach für Diskussionen gesorgt. Der Gestaltungsbeirat etwa befasste sich umfassend mit den Bauplänen, zudem hatten sich Anrainer über den optisch durchaus auffälligen Neubau beschwert.
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