Fahrt frei für Boote am Neusiedler See! Über den Winter wurden Wasserwege in Fasson gebracht. 60.000 Kubikmeter Weichschlamm und 10.000 Kubikmeter Altschilf sind weg. Mehr als zehn Kilometer Schilfkanäle wurden im Wasser ertüchtigt.
Aller guten Jahre sind drei. Seit der Wintersaison 2023/24 ist die Seemanagement Burgenland GmbH mit der Schlammentfernung und der Schilfpflege rund um den Neusiedler See betraut. Von Oktober 2025 bis April 2026 wurden 60.000 Kubikmeter Weichschlamm abgepumpt und mehr als zehn Kilometer Schilfkanäle im Wasser ertüchtigt. Mehr als 10.000 Kubikmeter Altschilf konnten entfernt werden. Insgesamt wurden 25 Maßnahmen in zwölf der 14 Seeanrainergemeinden umgesetzt.
Schlamm als „Dünger“ in der Bio-Landwirtschaft
Schwerpunkte waren heuer klassische Entschlammungsmaßnahmen von Hafenanlagen und -einfahrten sowie von Dalbenstraßen. Weiters wurden Schilf- und Bootskanalertüchtigungen umgesetzt. Das Seesediment, das beim Abpumpen vom Grund des Sees geholt wird, wurde eingehend untersucht und zertifiziert. Somit kann dieser Bodenhilfsstoff auch auf biologisch bewirtschaftete landwirtschaftlich genutzte Flächen ausgebracht werden.
Absetzbecken sollen verdoppelt werden
„Schilfflächen können jetzt mit neu angeschafften Maschinen bewirtschaftet werden. In den vergangenen drei Jahren ist es gelungen, die Zahl der Absetzbecken, die für die Zwischenlagerung des abgepumpten Schlamms benötigt werden, auf fünf zu erhöhen“, berichtet Seemanagement-Geschäftsführer Erich Gebhardt. „Aktuell werden Gespräche geführt, damit weitere fünf hinzukommen.“
Symbiose zwischen Betreibern und Tourismus
Für Landesrat Heinrich Dorner ist die Seemanagement Burgenland GmbH ein „wesentlichen Player bei der nachhaltigen Absicherung“ des Neusiedler Sees: „Wichtig bei allen Maßnahmen ist, dass eine gute Symbiose zwischen den Betreibern und dem Tourismus herrscht. Und dass die Zusammenarbeit mit den Gemeinden funktioniert.“
Der Purbacher Hafen ist wieder ausgelastet
Letzteres bejaht der Purbacher Bürgermeister Harald Neumayer. „Unsere Gemeinde profitiert von der verbesserten Einfahrt vom Hafen in den See“, sagt Neumayer. „2022 wurden durch den niedrigen Wasserpegel 50 Prozent der Mieter von Bootsanlegeplätzen verloren, was Auswirkungen auf den Tourismus und die Betriebe hatte. Jetzt beträgt die Auslastung im Hafen wieder 100 Prozent.
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