Blick in den Impfpass

Jetzt ist Zeckenzeit: Sind Sie gegen FSME geimpft?

Steiermark
20.04.2026 07:00

Mit den frühlingshaften Temperaturen krabbeln die Zecken aus ihren Verstecken und werden zu gefährlichen Überträgern der Frühsommer-Meningoenzephalitis. Eine FSME-Auffrischung wird dringend empfohlen. Aber auch darüber hinaus lohnt sich der Blick in den Impfpass.

„Österreich gilt als Endemiegebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis“, sagt Michaela Cartellieri vom Grazer Gesundheitsamt. Was sperrig klingt, ist einfach erklärt: Steigen die Temperaturen, so beginnt auch die Zeckensaison. Und die nervigen Tierchen saugen nicht nur unser Blut, sie übertragen schlimmstenfalls auch das FSME-Virus.

Die damit verbundene Infektionskrankheit hat es in sich. Oft verläuft sie nur mit grippeähnlichen Symptomen – immer wieder kommt es aber zu Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen, die höchst gefährlich sind. „Wir empfehlen, sich impfen zu lassen, bevor die Zecken so richtig aktiv sind“, sagt Cartellieri, die als ärztliche Leiterin in der Impfstelle arbeitet.

Wir empfehlen, sich impfen zu lassen, bevor die Zecken so richtig aktiv sind.

Michaela Cartellieri

Ärztliche Leiterin Grazer Impfstelle

Und so funktioniert der Impfschutz: Zur Grundimmunisierung zählen drei Teilimpfungen, danach braucht es eine Auffrischung nach drei Jahren, anschließend wird der Abstand auf fünf Jahre verlängert. „Die Impfung ist in Österreich ab dem ersten Lebensjahr zugelassen“, erklärt Cartellieri.

Die Zecken-Impfung wird bereits ab dem ersten Lebensjahr empfohlen.
Die Zecken-Impfung wird bereits ab dem ersten Lebensjahr empfohlen.(Bild: P. Huber)

Zwei Todesfälle wegen Meningokokken
Doch auch darüber hinaus lohnt sich ein Blick in den Impfpass. So sorgte ein Meningokokken-Ausbruch kürzlich in Südengland für Aufregung. Zwei junge Erwachsene starben an der bakteriellen Infektion – vor den Impfstellen bildeten sich daraufhin lange Schlangen. Sowohl in England als auch in Österreich ist die Untergruppe B am verbreitetsten.

„Der Schutz gegen Meningokokken zählt bei uns zum Kinderimpfprogramm“, sagt Cartellieri. „Wir empfehlen die Impfung, auch wenn sie für die Serogruppe B kostenpflichtig ist.“ Hans Jürgen Dornbusch, Kinderarzt in Graz, ergänzt: „Ein Viertel der Fälle betreffen Kinder im ersten Lebensjahr, deshalb ist es so wichtig, dass neben Jugendlichen auch Kinder möglichst früh geimpft werden.“ Die Infektion kann Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen auslösen. Zehn Prozent der Erkrankten sterben.

Die guten Neuigkeiten: Die Impfungen gegen Pneumokokken und Gürtelrose wurden für Menschen ab 60 Jahren sowie bestimmte Risikogruppen ins Gratis-Impfprogramm aufgenommen. „Bei Gürtelrose ist aktuell der Impfstoff knapp, aber Anfang Juli sollten wir eine neue Lieferung bekommen“, sagt Cartellieri. Viele weitere Impfungen – von Masern bis HPV – sind verfügbar.

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