Der Trend am oberösterreichischen Arbeitsmarkt setzt sich fort: eine leichte Erholung – mit einigen Problemfeldern. Denn während die Zahl der Jobsuchenden im Mai insgesamt erneut zurückging, stieg sie unter Akademikern und bei Langzeitbeschäftigungslosen erneut kräftig an.
Bundesweit stieg die Arbeitslosigkeit im Mai, wie berichtet, um 0,8 Prozent an. Oberösterreich stemmt sich, wie schon in den Monaten davor, gegen diese Entwicklung: Im Land ob der Enns sank die Zahl der Jobsuchenden um 0,8 Prozent auf rund 36.000. Damit liegt die Arbeitslosenquote in OÖ nun bei 4,9 Prozent – der zweitniedrigste Wert aller Bundesländer. AMS Oberösterreich – Chefin Iris Schmidt spricht insgesamt von einem „positiven Trend“.
Größter Anstieg aller Ausbildungsgruppen
Doch in einigen Bereichen steigt die Arbeitslosigkeit kräftig an: Bei den Langzeitbeschäftigungslosen – sie sind seit mehr als einem Jahr auf Jobsuche – verzeichnet Oberösterreich ein Plus von 18 Prozent auf knapp 11.300 Personen. Und auch Akademiker finden immer schwieriger einen Job: Die Arbeitslosigkeit unter den Oberösterreichern mit Hochschulabschluss steigt schon das gesamte laufende Jahr über an, zuletzt um fast zehn Prozent auf 2500 Menschen. Akademiker kämpfen damit bereits seit Monaten mit dem stärksten Arbeitslosen-Plus aller Ausbildungsgruppen.
Wieder mehr Jobs verfügbar
„Für die restlichen Vorgemerkten bieten sich vor allem durch die steigenden Stellenangebote der Arbeitskräfteüberlassung, des Bauwesens und im produzierenden Sektor interessante, neue Jobangebote“, sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Schmidt. Tatsächlich stieg die Zahl der offenen Stellen im Mai leicht an – um 2,2 Prozent auf 20.915.
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