Teenie in Einzelzelle

Jenny nach Bluttat in U-Haft: „Warum bin ich da?“

Wien
27.02.2026 05:30

Jetzt gibt es neue erschütternde Details zum Friedhofs-Mord in Wien: Am Tattag war die erst 14-Jährige mit Tabletten „zugedröhnt“ – jetzt wird sie in einer Einzelzelle rund um die Uhr überwacht. Die „Krone“ kennt die Familiengeschichte von Heimkind Jenny ...

In Wien geboren, die Wurzeln kurdisch. Der aus dem Irak nach Österreich geflüchtete Vater, der hier ein Taxi-Unternehmen betrieb, ist vor einigen Jahren verstorben. Drei Kinder, die Mutter mit der jüngsten, psychisch auffälligen Problemtochter völlig überfordert.

Fünf Messerstiche in Kopf und Hals
Das ist die Familiengeschichte von Heimkind Jenny, das eine ihr völlig fremde Pensionistin (64) am Friedhof Baumgarten mit mindestens fünf Messerstichen in Kopf und Hals getötet haben soll – und seit Donnerstagnachmittag wegen Tatbegehungsgefahr in einer Einzelzelle in U-Haft sitzt.

Der Tatort, eine Gräberreihe am Friedhof Baumgarten
Der Tatort, eine Gräberreihe am Friedhof Baumgarten(Bild: Zwefo)

Rund um die Uhr per Video überwacht
Im größten Häfen des Landes, dem Grauen Haus, wird das Mädchen mit den langen dunklen Haaren, das der Darstellerin aus dem bekannten Kinderfilm „Momo“ ähnlich sieht, nun rund um die Uhr per Video überwacht. Auch, weil sie sich oft „geritzt“ bzw. mit einer Klinge selbst verletzt hat.

Nach der tödlichen Attacke am Friedhof Baumgarten: Die Jugendliche steht unter strenger ...
Nach der tödlichen Attacke am Friedhof Baumgarten: Die Jugendliche steht unter strenger Beobachtung in U-Haft.(Bild: Krone KREATIV/Zwefo ; Josef Poyer )

Auf Mithäftlinge aus Nachbarzellen und Wachebeamten wirkt die 14-Jährige apathisch. So wie nach der furchtbaren Tat, als sie den Bestatter lediglich um eine Zigarette fragte. Eiskalt, wie wenn nichts passiert wäre. Nur manchmal ist sie „wach“, hat helle Momente. Dann fragt sie kindlich: „Warum bin ich da?“

Das Anwältinnen-Duo Astrid Wagner (o.) und Dominique Perl vertritt Jenny.
Das Anwältinnen-Duo Astrid Wagner (o.) und Dominique Perl vertritt Jenny.(Bild: Martin A. Jöchl)

Mehrere Tabletten genommen
Beim Mord selbst war das Mädchen offenbar völlig mit Medikamenten zugedröhnt. Mehrere Tabletten eines schweren verschreibungspflichtigen Beruhigungsmittels gegen Angst- und Panikstörungen hatte Jenny intus – dann stach die Teenagerin wie von Sinnen neben den Gräbern zu ...

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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