Rückgang um 11%

Unser heimischer Spargel ist stark gefährdet

Oberösterreich
15.04.2026 14:30

Rückgang der Eigenversorgung in den letzten drei Jahren um elf Prozent – Importdruck ist gestiegen. Doch unsere 22 Spargelbauern liefern höchste Qualität. 

Der Selbstversorgungsgrad beim Spargel ist in den vergangenen drei Jahren um elf Prozent gesunken, der starke Importdruck gefährdet laut heimischen Spargelbauern die regionale Versorgung. Denn zwei Drittel des Gemüses in den Supermarktregalen stammen aus dem Ausland und sind deutlich billiger. „Wir haben mit unseren hohen Lohnnebenkosten im EU-Vergleich einen deutlichen Wettbewerbsnachteil. Diese sind automatisch ein Preistreiber und fördern den Import“, erklärt Ewald Mayr, Obmann von GEO OÖ.

22 Betriebe in OÖ bauen Spargel an, darunter Paul Schiefermair auf seinem Hof in Kematen. Er beschäftigt dort 22 Mitarbeiter aus der Ukraine, Marokko, Vietnam und Nepal und zahlt ihnen gemäß dem Kollektivvertrag für Landarbeiter in Oberösterreich 1911 Euro brutto für 40 Wochenstunden. In Deutschland haben die Saisonarbeiter wegen anderer Verträge nach getaner Arbeit deutlich mehr in der Tasche – ein Grund, weshalb es hierzulande immer schwieriger wird, gute Erntearbeiter. Auch wenn die Anbauflächen seit 2023 leicht zurückgehen, stieg der Konsum zuletzt von 0,5 auf 0,8 Kilogramm pro Kopf. Schiefermair baut auf seinen sechs Hektar vorwiegend grünen Spargel an, die Ernte beläuft sich auf 24 Tonnen im Jahr. Der Konsument bekommt den Bund Spargel (500 Gramm) um leistbare sieben Euro.

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