Nachdem die Google Baustelle in Kronstorf (Oberösterreich) zuletzt ruhte, weil die Finanzpolizei Verstöße von Subunternehmen aufgedeckt hatte, sind die Arbeiten auf der Baustelle inzwischen wieder im Gange. Das entstehende Rechenzentrum beschäftigt nun auch den Landtag.
Internetriese Google errichtet im oberösterreichischen Kronstorf ein Rechenzentrum, das letztlich Platz für 700 Arbeitsplätze bieten soll – die „Krone“ berichtete. Im Februar kontrollierte die Finanzpolizei die Baustelle und deckte zahlreiche Verstöße von Subunternehmen auf – deshalb standen die Bagger kurzzeitig still. „Die Verstöße wurden von Subunternehmern, die außerhalb der direkten Kontrolle von Google handelten, begangen“, hielt das Unternehmen dazu fest.
Mittlerweile sind die Arbeiten auf der Baustelle entlang der Bundesstraße wieder im Gange. Auf die „Krone“-Anfrage, ob der Internetriese jene Baufirma, gegen die die Finanzpolizei vorging, ausgetauscht hat, antwortet Google nur vage: „Es wurde eine gründliche interne Überprüfung der Baustelle durchgeführt und Konsequenzen wurden gezogen.“
Strombedarf beschäftigt Politik
Am Donnerstag beschäftigt das Riesenprojekt auch den Landtag: SPÖ-Energiesprecher Thomas Antlinger will per Anfrage von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) wissen, woher der Strom für das Rechenzentrum kommen soll. Dieses sei „eine industriepolitische Chance für Oberösterreich – aber nur dann, wenn die Stromversorgung gesichert ist“, sagt Antlinger. „Und zwar mit so vielem grünen Strom wie möglich.“
Klar ist: Das Rechenzentrum verarbeitet Unmengen von Daten und braucht daher auch viel Strom – Google selbst lässt auf Anfrage wissen: „Im Falle einer finalen Investitionsentscheidung (für das Projekt sind mehrere Ausbaustufen vorgesehen, Anm.) würde das Rechenzentrum bis zu 150 MW der von Netz OÖ bereitgestellten Kapazität nutzen.“
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