Prüfer zeigen auf

Kaputte Landesstraßen: Zu wenig Geld für Sanierung

Oberösterreich
14.04.2026 11:48
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Oberösterreichs Straßen bröckeln schneller als geplant: Der Landesrechnungshof schlägt Alarm und fordert deutlich mehr Geld für die Sanierung. Statt Neubau sollen Mittel umgeschichtet werden – sonst droht weiterer Qualitätsverlust im Netz.

Mehr sanieren, weniger neu bauen: Der oberösterreichische Landesrechnungshof (LRH) drängt nach einer Initiativprüfung auf ein Umdenken bei den Landesstraßen. Das aktuelle Budget reiche nicht aus, um den Zustand des rund 6000 Kilometer langen Netzes zu halten. Konkret investierte das Land zwischen 2020 und 2025 jährlich 34,3 Millionen Euro in die Erhaltung. Laut LRH wären jedoch mindestens 60 Millionen Euro pro Jahr notwendig – und zwar über die kommenden zehn Jahre.

Die Folge der Unterfinanzierung ist bereits sichtbar: 2024 waren rund 36 Prozent der hochrangigen Straßen in schlechtem Zustand – deutlich mehr als der Zielwert von zehn Prozent. Auch im niederrangigen Netz liegt man mit etwa 32 Prozent klar über dem Zielwert von 25 Prozent.

„Mit den bisherigen Budgets kann die Straßenqualität nicht nachhaltig erhalten werden“, hält LRH-Direktor Rudolf Hoscher fest. Die Substanz verschlechtere sich weiter. Der Rechnungshof empfiehlt daher, Mittel aus dem Straßenneubau in die Sanierung umzuschichten. Einzelne Neubauprojekte sollten verschoben oder gestreckt werden, damit bestehende Straßen rechtzeitig erneuert werden können.

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