Neue Zahlen liegen vor

Leere Asylquartiere kosten die Steirer Millionen

Steiermark
14.04.2026 11:40

Mit dem Haus in Kindberg (Steiermark) schloss im November 2024 das letzte Asylheim des Bundes in der Steiermark. Dennoch fließt nach wie vor Steuergeld für die Erhaltung. Bis 2028 sind 3,72 Millionen Euro an Mieten budgetiert.

Über Jahre zählten sie zu den großen Polit-Aufregern des Landes: die Asylheime mit teilweise Hunderten Bewohnern. Mittlerweile ist die große Flüchtlingswelle abgeebbt, der Bund hat seine vier großen Häuser in der Steiermark stillgelegt – doch der Steuerzahler wird weiterhin kräftig zur Kasse gebeten. Bundesrats-Abgeordneter Peter Samt von der FPÖ stellte im Februar eine parlamentarische Anfrage an Gerhard Karner (ÖVP), um zu erfahren, wie hoch die Kosten für die – teilweise seit 2023 – leer stehenden Flüchtlingsheime in Leoben, Graz-Puntigam, Kindberg und am Semmering sind.

Am teuersten war das „Haus Semmering“ 
Die Antworten aus dem Innenministerium sind jetzt da, sie liegen der „Krone“ im Detail vor: Rechnet man alle Ausgaben für Mieten, Personal, Reinigung, Energie, Sicherheitsdienst etc. zusammen, gab die öffentliche Hand zwischen 2022 und 2025 mehr als 44 Millionen Euro aus! Das meiste Geld wurde dabei in das umstrittene „Haus Semmering“ gesteckt, in Summe waren es fast 15 Millionen Euro. Am zweitteuersten war die Bundes-Betreuungseinrichtung in Leoben (die ehemalige Baumax-Halle in Lerchenfeld, Anm.) mit gut 10,5 Millionen Euro in vier Jahren, in Kindberg fielen immerhin knapp zehn Millionen Euro an, wie aus der Anfragebeantwortung hervorgeht.

(Bild: Krone KREATIV)

Hunderttausende Euro an Mietkosten
Aufgelistet sind auch die in Zukunft geplanten Ausgaben für die vier Quartiere: So sind für Leoben im heurigen Jahr 466.350 Euro an Mietkosten budgetiert, für das Gebäude in Steinhaus am Semmering 259.776 Euro und für das Bundesquartier in Kindberg 439.136 Euro. Die Mietkosten summieren sich bis 2028 auf insgesamt 3,72 Millionen Euro, da ist der Aufwand für Reinigung, Sicherheit, Strom etc. allerdings noch gar nicht inkludiert.

Zitat Icon

Hier werden Millionen an Steuergeld für leer stehende Quartiere verbrannt, während die Bevölkerung unter Teuerung und Belastungen leidet.

FPÖ-Klubobmann Marco Triller

Spannend ist darüber hinaus, dass das Innenministerium eine Reaktivierung der Flüchtlingsheime derzeit „nicht ausschließt“.

Kritik an den aktuellen Zahlen kommt von FPÖ-Klubobmann Marco Triller, der von „Millionen an verbranntem Steuergeld“ spricht, „während die Bevölkerung gleichzeitig unter der Teuerung leidet“.

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