Vorsorge ist wirksam

Bluthochdruck: Lebensstil halbiert Herzrisiko

Nachrichten
14.04.2026 09:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Rund 30 Prozent der Erwachsenen haben in Ländern wie Deutschland oder Österreich eine Hypertonie. Mit dem Einnehmen der vom Arzt verschriebenen Blutdruckmedikamente sollte es aber laut einer neuen US-Studie nicht getan sein. Ein gesünderer Lebensstil hilft Hypertonikern ganz besonders.

„Hypertonie betrifft etwa ein Drittel der erwachsenen Weltbevölkerung und ist trotz erheblicher Fortschritte in der medikamentösen Therapie eine Hauptursache für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie für vorzeitige Todesfälle weltweit“, schrieben vor Kurzem Qi Sun von der Chan School of Public Health in Boston (Massachusetts/USA) und seine Co-Autoren.

„Zahlreiche Daten deuten darauf hin, dass ein gesunder Lebensstil (z. B. körperliche Aktivität, Gewichtsmanagement, Nichtrauchen, mäßiger Alkoholkonsum und gesunde Ernährung) die meisten dieser Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung verhindern kann. Im Gegensatz dazu liegen nur wenige Daten darüber vor, wie ein gesunder Lebensstil mit dem Gesundheitszustand von Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck zusammenhängt.“

Ein gesunder Lebensstil wurde per hochwertiger Ernährung, Nichtrauchen, regelmäßiger körperlicher Aktivität von mittlerer bis hoher Intensität 150 Minuten pro Woche), mäßigem Alkoholkonsum (nicht mehr als 30 Gramm Alkohol pro Tag für Männer und die Hälfte davon für Frauen) und gesundem Körpergewicht (BMI zwischen 18,5 und 25)) definiert. Diese Faktoren wurden alle zwei bis vier Jahre bei den Probanden neu bewertet und auf einer Skala von 0 bis 5 klassifiziert.

Vorsorge zahlt sich aus
Die Ergebnisse sprechen eindeutig dafür, dass ein gesunder Lebensstil gerade für Menschen mit Bluthochdruck von besonderer Bedeutung ist: Nach Einrechnung der Einnahme von Medikamenten und anderer möglicherweise verzerrender Faktoren wiesen die Probanden mit Hypertonie und einer Bewertung ihres Lebensstils mit fünf Punkten (höchste Kategorie) im Vergleich zu den Personen mit null Punkten ein um 51 Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Die Gefahr, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln war um 79 Prozent geringer, so die Wissenschafter.

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