Orbán ist weg, sein Widersacher Magyar übernimmt die Macht in Ungarn – und in der Welt ist alles wieder in Ordnung! Alles in Ordnung?
Der Jubel in Brüssel darüber, dass der rechte Autokrat von den ungarischen Wählern mit Wucht in die politische Wüste geschickt wurde, darf genauso hinterfragt werden wie jener in Wien. Wo jetzt besonders die ÖVP – deren ehemaliger Parteichef und Bundeskanzler Sebastian Kurz ein durchaus enges Verhältnis zu Orbán pflegte – frohlockt. Doch zu frohlocken gibt es wenig.
Ungarische Warnung
Für Insider ist Péter Magyar nicht viel mehr als ein freundlicherer, verbindlicherer Orbán. Nicht nur in der Migrationsfrage wird er seinem Vorgänger wohl näher sein als vielen in anderen europäischen Ländern und vielen bei der EU. Wenn man nun im ungarischen Überschwang in der EU-Zentrale, aber auch in der österreichischen Bundesregierung meint, man könne Politiker vom Schlag eines Viktor Orbán oder auch eines Herbert Kickl einfach „aussitzen“, dann wird man sich vermutlich täuschen.
Die Rechten abzuschreiben und, etwa in der Migrationspolitik, einfach so weiterzuwurschteln wie bisher, das könnte sich als fataler Fehlschluss erweisen. Vielmehr muss die ungarische Entwicklung Warnung in alle Richtungen sein: Sich jetzt zurückzulehnen, wäre für Parteien von links und der Mitte die falscheste Reaktion.
Und was können die Rechten lernen? Anstelle von beinharten Rabauken wie Orbán kommen verbindliche Vertreter ihrer Richtung wie Péter Magyar heutzutage besser bei den Wählern an.
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