Bei der Lufthansa kommt es zu einer neuen Streikwelle: Nach den Piloten legt ab Mittwoch auch das Kabinenpersonal für zwei Tage die Arbeit nieder. Betroffen sind Abflüge ab Frankfurt und München. Worauf österreichische Passagiere achten müssen ...
Der erneute Pilotenstreik bei der deutschen Lufthansa führte an den Flughäfen aufgrund der hunderten Flugausfälle zu dicker Luft und zu tieferen Gräben zwischen den Verhandlungspartnern. Während der Streik der Piloten am Dienstag weitergeführt werden soll, legen nun ebenfalls die Flugbegleiter für zwei Tage die Arbeit nieder. Das teilte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) am Montag mit. Die Flugbegleiter hatten im Streit um bessere Arbeitsbedingungen erst am Freitag für einen Tag gestreikt.
Der Streik betrifft alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von den Flughäfen Frankfurt und München. Passagiere aus Österreich sollen sich bei der Airline zum Flugstatus informieren, auch wenn sie mit der AUAaus Österreich kommen und in Frankfurt oder München mit der Lufthansa weiterfliegen.
Im Zuge des Pilotenstreiks warnte Personalvorstand der Lufthansa Michael Niggemann am Montag die Spartengewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Ufo, ihren Konfrontationskurs fortzusetzen. VC-Präsident Andreas Pinheiro machte die Lufthansa für die erneute Streikwelle verantwortlich.
Erster Streik bei Eurowings
Die VC hatte die Piloten der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Lufthansa Cargo sowie der Regionaltochter Lufthansa Cityline zu Arbeitsniederlegungen bis einschließlich Dienstag aufgerufen. Damit handelt es sich bereits um die dritte Streikwelle in der aktuellen Auseinandersetzung über höhere Betriebspensionen. Am Montag wurde außerdem erstmals der Ferienflieger Eurowings für einen Tag bestreikt.
Unprofitabler Kern der Lufthansa
Lufthansa-Manager Niggemann verteidigte erneut den harten Kurs des Unternehmens. Die Kerngesellschaft „Lufthansa Classic“ sei bereits auf vielen Strecken nicht mehr wettbewerbsfähig, weshalb die Kosten nicht weiter steigen könnten. Die Arbeitsniederlegungen würden die Unternehmensstrategie nicht verändern. „Lufthansa Classic“ ist zwar die größte Airline im Konzern, gleichzeitig aber auch die unprofitabelste.
An den Flughäfen kam es zu Beginn der vierten Streikwelle in diesem Jahr zu zahlreichen Ausfällen. In Frankfurt wurden für beide Tage insgesamt mehr als 1100 Starts und Landungen gestrichen, in München 710 Flugbewegungen. Die Lufthansa plante, etwa die Hälfte der Langstreckenflüge durchzuführen, während auf Kurz- und Mittelstrecken rund ein Drittel der Verbindungen stattfinden sollten. Für den Folgetag wurde eine ähnliche Lage erwartet. Bei Eurowings sollten etwa 60 Prozent des ursprünglichen Flugplans umgesetzt werden.
Ausnahmen nach Nahost
Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Nahen Osten sind Flüge von Lufthansa und Lufthansa Cityline aus Deutschland zu folgenden Destinationen vom Streik laut VC ausgenommen: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigte Arabische Emirate.
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