Brandübung in Spital

Feuerwehr rettet Patienten aus der Aufwachstation

Kärnten
12.04.2026 12:00

Flammen im Elisabethinen-Krankenhaus in Klagenfurt! Ein Horrorszenario – für Patienten, Belegschaft und die Einsatzkräfte. In diesem Fall handelte es sich aber zum Glück nur um eine Übung für den Ernstfall.

„Feuerausbruch aufgrund eines technischen Defekts im Postnarkose-Bereich (Aufwachraum) im ersten Stock“ – so das Alarmierungsszenario für die Männer der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und deren Kollegen der Freiwilligen Wehren jüngst im Rahmen einer Großübung im Elisabethinen-Krankenhaus in der Landeshauptstadt. „In Kranken- und Pflegeeinrichtungen sind die Herausforderungen für die Einsatzkräfte enorm“, erklärt Wolfgang Germ, der stellvertetender Branddirektor der Berufsfeuerwehr.

Bei Feuer im Spital zählt jede Sekunde – der Einsatz muss perfekt koordiniert sein und ...
Bei Feuer im Spital zählt jede Sekunde – der Einsatz muss perfekt koordiniert sein und reibungslos ablaufen.(Bild: Berufsfeuerwehr Klagenfurt)
Üben für den Ernstfall.
Üben für den Ernstfall.(Bild: Berufsfeuerwehr Klagenfurt)
Regelmäßig werden derartige Einsätze in Kranken- und Pflegeeinrichtungen trainiert.
Regelmäßig werden derartige Einsätze in Kranken- und Pflegeeinrichtungen trainiert.(Bild: Berufsfeuerwehr Klagenfurt)

Speziell in diesem Fall: „Gerade im Aufwachbereich sind Patienten nach Operationen oft noch wehrlos oder hängen an lebenserhaltenden Systemen.“ Weswegen auch der medizinische Verantwortliche der „Erstchef“ vor Ort ist. Dieser entscheidet, in welcher Reihenfolge Patienten evakuiert werden – und arbeitet in der Erstphase, auch Chaosphase genannt, Hand in Hand mit dem Einsatzleiter.

Drei mögliche Rettungsszenarien
Im aktuellen Übungsfall galt es, neun Personen aus der Station zu retten – teils gehfähige, bettlägerige wie auch beatmete Patienten. „Was die Evakuierung erschwert, denn auch die Geräte müssen mit“, so Germ. Laut diesem es grundsätzlich bei derartigen Spitalseinsätzen drei mögliche Rettungsszenarien gibt – abhängig von der jeweiligen Gefahrenlage:

  • Szenario 1: Patienten werden auf selber Ebene, sprich im selben Stock, in sichere Bereiche gebracht.
  • Szenario 2: Abtransport der Hilfsbedürftigen in ein anderes Stockwerk.
  • Szenario 3 – das ist der „Worst Case“: Die Gefahrenlage ist derart groß, dass die Patienten aus dem Gebäude hinausgebracht werden müssen.

„Jede Sekunde zählt“
Wolfgang Germ: „Aber egal welches Szenario eintrifft – es zählt in jedem der Fälle jede Sekunde. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir laufend derartige Ernstfälle und das Zusammenspiel mit den medizinischen Verantwortlichen trainieren.“

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