Kaputte oder falsch abgelagerte Textilien müssen auf Kosten der Volkshilfe als Müll entsorgt werden. Der Anteil liegt momentan bei 20 bis 25 Prozent und würde kontinuierlich steigen. Die „Krone“ weiß, wie man sich richtig von unliebsam gewordenen Klamotten trennt.
„Es ist schon wieder passiert. Leute, das geht so nicht!“, postet die Volkshilfe Oberösterreich auf sozialen Plattformen. Dazu das Foto eines Altkleider-Sammelcontainers in Enns, vor dem etliche Schachteln und Säcke mit Alttextilien abgelagert wurden.
300 Container in OÖ
300 derartige Sammelstellen gibt es im Bundesland, im Regelfall werden sie wöchentlich oder in abgelegeneren Gemeinden 14-tägig entleert. „Trotzdem kommt es im Frühjahr und im Herbst leider verstärkt zu Ablagerungen vor oder neben den Containern. Speziell an Wochenenden“, weiß Fred Edlinger, Bereichsleiter der Volkshilfe OÖ Shops.
Hohe Kosten für Entsorgung
Falsch abgelagerte Textilien würden durch Regen und Verschmutzung unbrauchbar werden und müssen von der Wohlfahrtsorganisation auf eigene Kosten als Müll entsorgt werden. Mit welcher Summe sich das zu Buche schlägt, wollte die Volkshilfe auf „Krone“-Nachfrage nicht mitteilen, nur soviel: „Fakt ist, dass die Sammel- und Entsorgungskosten die Erlöse aus der Kleidersammlung schmerzlich schmälern beziehungsweise wohl bald egalisieren.“
Gut gemeinte, aber falsch abgelegte Spenden helfen uns leider nicht. Im Gegenteil – sie verursachen zusätzlichen Aufwand und Kosten.
Fred Edlinger, Bereichsleiter Volkshilfe OÖ Shops
Nur tragbare Kleidung wird gesammelt
Menschen, die mit ihrer Kleiderspende vor vollen Containern stehen, ersucht Edlinger, entweder einen anderen Container zu nutzen (Liste online) oder die Textilien direkt in den Shops abzugeben. Doch was darf nun in die Alttextiliensammlung? „Wir sammeln saubere, unbeschädigte und gut tragbare Kleidung, Heimtextilien und paarweise gebündelte Schuhe“, so der Chef der 21 oberösterreichischen Volkshilfe-Shops.
2600 Tonnen Sammelvolumen
Insgesamt werden jährlich rund 2600 Tonnen Textilien gesammelt, 20 bis 25 Prozent davon sind unbrauchbar. „Durch illegale Ablagerungen steigt der Müllanteil stetig an. Das heißt, dass zwischen 500 und 650 Tonnen kaputte, übel riechende oder verschlissene Kleidung entsorgt werden muss“, bedauert Edlinger.
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