Auf den Tag genau ein Jahr nach der Tragödie mit einem Toten herrschte am Donnerstag am Flugplatz Völtendorf bei St. Pölten (Niederösterreich) wieder Absturz-Alarm. Doch der Verdacht sollte sich zum Glück nicht bewahrheiten. Eine Leuchtrakete des Bundesheers hatte vermutlich durch einen Defekt einen Kleinbrand ausgelöst.
Die schrecklichen Bilder sind vor allem den Einsatzkräften noch genau in Erinnerung. Am 9. April des Vorjahres stürzte Georg Kienesberger, einer der absoluten Top-Piloten am Flugplatz in Völtendorf, mit seiner Dynamic WT9 600 ab. Er saß im Cockpit des Schleppflugzeugs, als sich das Seil im Geäst verfangen haben dürfte und nicht wie vorgesehen an einer Sollbruchstelle gelöst hatte. Die Maschine stürzte zu Boden und ging in Flammen auf. Die 76-jährige Fliegerlegende verstarb noch am Unfallort.
Niemand kam zu Schaden
Es war der erste derart schwere Unfall am 1960 eröffneten Flugplatz bei St. Pölten. Doch just auf den Tag genau ein Jahr später herrschte Donnerstagnachmittag wieder Alarm. Feuerwehren aus Ober-Grafendorf und St. Pölten wurden zu einem vermeintlichen Flugzeugbrand alarmiert. Doch vor Ort konnte rasch Entwarnung gegeben werden. Es ist kein Flugzeug abgestürzt, keine Person zu Schaden gekommen.
Leuchtpistole abgefeuert
Doch jene Personen, die ein Feuer gemeldet hatten, lagen dennoch richtig. Allerdings wurde der Kleinbrand vom Bundesheer ausgelöst. In Völtendorf wurde nämlich für die seit Wochen andauernde Hubschrauber-Ausbildung in Ober- und Niederösterreich trainiert. Dabei wurde vom Militär auch eine Leuchtrakete abgefeuert. „Das Leuchtmittel dürfte das dürre Geäst entzündet haben“, erklärt ein Sprecher des Bundesheeres. Möglicherweise durch einen technischen Defekt oder Funkenflug. Bodentruppen haben die Flammen umgehend bekämpft, die Feuerwehr habe zur Sicherheit noch nachgelöscht.
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