Ein technisches Problem dürfte den tödlichen Unfall des erfahrenen Piloten Georg Kienesberger (76) bei St. Pölten ausgelöst haben.
Der Schock und die Trauer sitzen noch tief nach der Tragödie vergangenen Mittwoch beim Flugplatz Völtendorf bei St. Pölten. Wenige Tage später kommen nun immer mehr Details zum Drama um den Absturz des langjährigen Fluglehrers Georg Kienesberger ans Tageslicht. Wie berichtet, war der 76-Jährige mit seinem Flugzeug bei einem Windschutzgürtel unweit der Landebahn abgestürzt und noch an der Unfallstelle verstorben.
Seil nicht abgeworfen
Kienesberger war Pilot eines Schleppflugzeugs, das Segelflugzeugen in die Lüfte verhilft. Diese werden dabei mit einem Schleppseil nachgezogen, bis sie von der Thermik getragen werden und ohne Seil weiterfliegen. Im Normalfall wirft der Pilot des Motorfliegers das Seil dann ab und kehrt zur Landebahn zurück.
Im Falle von Kienesberger war das Seil aber noch am Flugzeug, als er die Bäume überflog, und dürfte sich laut aktuellen Ermittlungen im Geäst verfangen haben, wodurch die Dynamic WT9 600 zu Boden geknallt sein dürfte und in weiterer Folge in Flammen aufging. Erhebungen der Flugunfallkommission sind aber noch nicht abgeschlossen.
Kienesberger, der hauptberuflich als Fluglehrer tätig gewesen war, galt als einer der erfahrensten Piloten am Flugplatz, mit tausenden Landungen und Starts sowie unzähligen Flugstunden. Sein Wissen gab er an seine vielen Flugschüler weiter.
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