"Genug ist genug"

Toronto: Ford nach Entziehungskur wieder im Büro

Ausland
01.07.2014 08:35
Nach einer Entziehungskur ist der durch seine Drogeneskapaden in die Schlagzeilen geratene Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, wieder zurück bei der Arbeit. Er habe seine Probleme lange "komplett verdrängt", gestand Ford am Montag ein. Doch nun habe er begonnen, die Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen: "Es ist ein langer, langer Weg der Gesundung." Im Oktober will Ford in der größten Stadt Kanadas erneut zum Bürgermeister gewählt werden.

Vor Journalisten sagte der Politiker, er habe sich lange Zeit eingeredet, "dass ich kein Problem hatte, aber es wurde schnell deutlich, dass mein Alkohol- und Drogenkonsum sehr, sehr ernste Auswirkungen auf meine Familie und meine Gesundheit und meinen Job als Bürgermeister hatte".

"Genug ist genug"
Nachdem er einige der "dunkelsten Augenblicke" seines Lebens durchlitten habe, habe er entschieden: "Genug ist genug." Daraufhin habe er professionelle Hilfe gesucht.

Ford hatte sich im Mai für gut zwei Monate in Behandlung begeben. Zuvor hatte es neue Berichte über seinen Crack-Konsum gegeben, zudem berichtete eine Zeitung, der 45-Jährige sei "sturzbetrunken" in einer Bar gesichtet worden.

Beichte nach langem Leugnen
Anfang November 2013 hatte der Bürgermeister nach hartnäckigem Leugnen eingestanden, Crack konsumiert und jahrelang illegale Drogen gekauft zu haben. Außerdem entschuldigte er sich für wiederholte Ausfälle unter Alkoholeinfluss. Als Konsequenz entzog ihm der Stadtrat den Großteil seiner Machtbefugnisse.

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