






Neue, tragische Details nach dem Lawinenabgang am Mittwochnachmittag im Tiroler Kühtai: Jener Snowboarder, der im Zuge einer großen Suchaktion erst nach rund zweieinhalb Stunden gefunden und ausgegraben werden konnte, ist tot. Das bestätigte die Polizei Donnerstagfrüh. Auch die Identität des Opfers ist mittlerweile bekannt.
Das Unglück ereignete sich gegen 15.45 Uhr, also kurz vor Betriebsschluss der Lifte. Drei Snowboarder fuhren laut Polizei in den Variantenbereich des Skigebiets Kühtai vom Gipfel „Die Mute“ in den nordseitigen Hang links der Staumauer des Finstertal-Stausees ein. Dabei habe sich plötzlich ein Schneebrett gelöst, von dem zwei der Gruppe erfasst wurden. Der dritte Wintersportler konnte den Schneemassen durch eine spektakuläre Schussfahrt entkommen.
Keine Notfallausrüstung dabei
Die anderen beiden wurden verschüttet – der eine bis zum Kopf, der andere komplett! „Das Duo führte keine Notfallausrüstung mit sich“, so die Polizei. Kurz vor 16 Uhr wurde via Leitstelle Tirol Alarm geschlagen, ein Großeinsatz war die Folge. Der Teilverschüttete – ein 51 Jahre alter Deutscher – konnte relativ rasch unverletzt geborgen werden, heißt es vonseiten der Ermittler. Der andere Snowboarder – ein 49-Jähriger aus Deutschland – galt weiter als vermisst. Da er kein LVS-Gerät bei sich hatte, war die Suche schwierig.







Erst rund zweieinhalb Stunden nach dem Lawinenabgang, gegen 18.10 Uhr, konnte der Verschüttete lokalisiert und schließlich ausgegraben werden. Für den Snowboarder kam jedoch jede Hilfe zu spät – er war bereits tot.
Im Einsatz standen mehrere Ortsstellen der Bergrettung des Bezirks Imst, die Freiwilligen Feuerwehren Silz und Kühtai, Mitarbeiter der Bergbahnen Kühtai und der umliegenden Skischulen sowie drei Rettungshubschrauber, ein Polizeihubschrauber und mehrere Kräfte der Polizei und Alpinpolizei.
Lawinenwarnstufe drei
Bei dem Abgang handelte es sich um eine „mittelgroße Lawine im schwachen Altschnee“, wie Patrick Nairz, Leiter des Lawinenwarndienstes, gegenüber der „Krone“ sagte. Am Mittwoch herrschte in Tirol Stufe drei, also erhebliche Gefahr. Bei dieser Stufe ereignen sich erfahrungsgemäß auch die meisten Unfälle. Jener im Kühtai endete leider tödlich ...
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