Vorsicht, Betrug!

Fiese Fake-Rechnung: Tiroler entkam QR-Code-Falle

Tirol
08.04.2026 06:00

„Paket ist unterwegs – bitte jetzt zahlen!“ Mit dieser Masche wollten Betrüger einen Tiroler (37) im Internet abzocken. Doch der Mann wurde rechtzeitig misstrauisch – und entging so knapp der Kreditkartenfalle.

Auf der Kleinanzeigenplattform Willhaben entdeckte der Familienvater vor wenigen Tagen ein vermeintliches Schnäppchen. Das Supersonderangebot hätte für den Tiroler jedoch beinahe teuer geendet.

Foto der Rechnung als „Beweis“
„Ich bin im Internet immer sehr vorsichtig und nutze normalerweise nur den seriösen Bezahl- und Versanddienst des Online-Portals“, erklärt der 37-Jährige. Doch der angebliche Verkäufer wollte den Deal außerhalb der Plattform abwickeln. Als „Beweis“ für den Versand der Ware schickte er ein Foto einer Rechnung der Österreichischen Post samt QR-Code.

Zitat Icon

Ich wollte schon zahlen, aber irgendetwas hat sich komisch angefühlt.

Das 37-jährige Betrugsopfer

Nach Klick droht Daten-Klau
Genau hier begann der perfide Trick: Wer den Code scannt, landet nicht etwa auf einer offiziellen Seite, sondern auf einer täuschend echt gestalteten Zahlungsplattform. Dort sollen Opfer ihre Kreditkartendaten eingeben – und übermitteln diese damit direkt an Kriminelle.

„Ich wollte schon zahlen, aber irgendetwas hat sich komisch angefühlt“, schildert der Tiroler. Was auf den ersten Blick echt wirkte, entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als Fälschung. Eine kurze Nachfrage bei der Post klärte den Schwindel schließlich endgültig auf, denn ein derartiger Service mit angeblichem Käuferschutz wird dort gar nicht angeboten. Der Tiroler brach den Vorgang rechtzeitig ab – sein Geld blieb ihm erspart.

Besonders gefährlich: Betrüger versuchen häufig, ihre Opfer aus sicheren Plattformen herauszulocken – etwa in Messenger-Dienste. „Dort greifen keine Schutzmechanismen“, warnen die Experten von Watchlist-Internet. Wer doch auf die Masche hereinfällt, sollte sofort handeln: Kreditkarte sperren lassen, Beweise sichern (etwa Screenshots) und Anzeige erstatten.

Der Fall zeigt: Eine Portion Skepsis kann vor großem Schaden bewahren.

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