Drama in der Ostsee

Kampf um „Timmy“ geht „bis zum letzten Atemzug“

Ausland
06.04.2026 14:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Tauziehen um Buckelwal „Timmy“, der in der Ostsee auf einer Sandbank gestrandet ist, geht weiter. Umweltminister Till Backhaus will den Wal nicht aufgeben und bis zum Schluss für das Tier kämpfen.

Buckelwal „Timmy“ geht es am Montag unverändert schlecht. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sicherte aber zu, den Wal nicht aufzugeben – „bis zum letzten Atemzug“. „Wir haben nichts unversucht gelassen, um dem Tier zu helfen und Untersuchungen um und am Wal durchgeführt.“ Für Dienstag erwarte er eine „aktuelle Expertise nach der Begutachtung aus biologischer und veterinärmedizinischer Sicht“, ergänzte Backhaus.

Trotzdem gibt es gute Nachrichten. Denn entgegen der Prognose vom Sonntag dürfte das Wasser im Gebiet der Ostseeinsel Poel steigen, bis Dienstag könnte der Wasserstand sogar rund 40 Zentimeter über dem Normalstand liegen, lautet die Prognose des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie.

„Timmy“ kann sich wohl nicht mehr selbst befreien.
„Timmy“ kann sich wohl nicht mehr selbst befreien.(Bild: EPA/FLORIAN MANZ / GREENPEACE GERMANY / HANDOUT)
Der Buckelwal ist in der Ostsee in der Nähe der Insel Poel gestrandet.
Der Buckelwal ist in der Ostsee in der Nähe der Insel Poel gestrandet.(Bild: EPA/FLORIAN MANZ / GREENPEACE GERMANY / HANDOUT)

„Das reicht nicht aus“
Der Meeressäuger wird sich trotzdem nicht selbst aus seiner misslichen Lage befreien können. „Das reicht nicht aus“, erklärte Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, der „Bild“-Zeitung. „,Timmy‘ liegt in einer 60 Zentimeter tiefen Schlickmulde. Das Wasser reicht nicht aus, dass er genügend Auftrieb erhält, um sich selbst freizuschwimmen“, sagte Tantzen. Allerdings kann ein höherer Wasserstand dem Wal helfen, länger durchzuhalten.

Doch kein Rettungsversuch mehr
Am Sonntag hatte es geheißen, man denke über einen neuen Rettungsversuch mit Hilfe eines Katamarans nach. Am Montag wurde dann klar, dass dies wohl nicht möglich ist. Einen Bergungsversuch mit schweren Geräten würde der Meeressäuger wohl nicht überleben. „Derzeit gibt es keinen Wissenschafter oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde“, erklärte Backhaus.

Nun soll die Wasserqualität daraufhin geprüft werden, „ob von dem sterbenden Tier Gefahren für die Umwelt oder die öffentliche Gesundheit ausgeht“. Am Vortag seien bereits Wasserproben entnommen worden, um den Salzgehalt des Wassers zu messen. „Ich werde mir am Nachmittag erneut vor Ort ein Bild der Lage machen“, fuhr Backhaus fort.

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