Heftige Szenen spielten sich kürzlich in der Grazer Justizanstalt Graz-Karlau (Steiermark) ab: In den späten Abendstunden stürzte sich plötzlich und ohne Vorwarnung ein Häftling auf einen anderen Insassen und hätte ihn beinahe getötet.
Die Zeiten im Strafvollzug sind mehr als nur angespannt. Die Gefängnisse sind restlos überfüllt, was zu Streitereien und Gewalttätigkeiten unter den Insassen führt. Überforderte Justizwachebeamte schlagen seit Jahren Alarm und hoffen auf mehr Personal.
Auch die Justizanstalt Graz-Karlau hat einen massiven Überbelag zu beklagen. Das Gefängnis wurde ja umgebaut – mit dem Ziel, Einzelhafträume für den Großteil der Gefangenen schaffen zu können, was für Entspannung und Ruhe sorgen hätte sollen. Doch in vielen Einzelräumen steht, wie die „Krone“ berichtete, bereits ein Stockbett. Und weiterhin gibt es Hafträume, die mit bis zu sieben Insassen belegt sind – was für enormen Zündstoff sorgt!
Ich kann bestätigen, dass gegen den tatverdächtigen Häftling wegen versuchten Mordes ermittelt wird.

Polizeisprecher Markus Lamb
Bild: Sepp Pail
Auf Hals eingestochen
In einem dieser mit sieben Häftlingen belegten Hafträume spielten sich am 29. März heftige Szenen ab. Gegen 23 Uhr fiel aus unbekannten Gründen ein psychisch schwer beeinträchtigter Häftling über einen Kollegen her, attackierte ihn mit einer Rasierklinge, stach auf dessen Hals ein und fügte ihm etliche Schnittwunden zu.
Andere Gefangene schreckten hoch, erkannten die Gefahr und stürzten sich auf den Angreifer, um ihn wegzuzerren. Was zum Glück gelang. Der Verletzte wurde anschließend per Notarzt ins Spital gebracht. Sein Kontrahent wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini verlegt. Wie Polizeisprecher Markus Lamb bestätigt, wird gegen den Angreifer wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.
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