Sabotage oder Pech?

Verfrühte Osterfeuer sorgten für Feuerwehreinsätze

Kärnten
04.04.2026 06:52
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Wenn ein Osterfeuer zu früh Flammen fängt, rückt die Feuerwehr gleich aus. Doch sind solche Vorfälle nicht nur schade für die Gemeinden, die um das Brauchtum am Karsamstag fallen. Durch die große Trockenheit könnten sich solche Brände schnell ausweiten.

Über Wochen werden Osterhäufen Stück für Stück gewissenhaft aufgebaut, damit sie dann traditionell am Karsamstag entzündet werden können. Kaum ein Kärntner Brauchtum ist so sichtbar, so verbindend wie die vereinzelten Feuerscheine, die die österliche Nacht im gesamten Bundesland erhellen.

Doch immer wieder passiert es, dass so ein Haufen zu früh Feuer fängt. Meist ist es Pech, manchmal boshafte Sabotage von Vandalen. Unabhängig vom Auslöser sind die Feuerwehren auch in den Nächten vor Ostern besonders wachsam und schnell zur Stelle, um verfrühte Osterfeuer zu löschen. Denn gerade jetzt herrscht große Trockenheit – solche Brände können rasch auf die Umgebung übergreifen.

Einsatz der Wehren beim Schloss Moosburg
Einsatz der Wehren beim Schloss Moosburg(Bild: FF Moosburg)
Vorzeitiger Brand des Osterfeuers in Erlach
Vorzeitiger Brand des Osterfeuers in Erlach(Bild: FF Griffen)
Einsatz der FF Ruden und Untermitterdorf in St. Nikolai
Einsatz der FF Ruden und Untermitterdorf in St. Nikolai(Bild: FF Ruden)

Und so ertönten in der Nacht auf Samstag in mehreren Gemeinden die Sirenen – laut der Landesalarm- und Warnzentrale insgesamt 14 Mal. Kurz vor neun Uhr abends mussten die Freiwilligen Feuerwehren Moosburg und Kreggab-Moosburg zu einem Einsatz bei Schloss Moosburg ausrücken. Und dann, wenige Stunden später, um 2 Uhr morgens, stand in Kreggab wieder ein Osterhaufen in Brand. Auch in der Ortschaft Erlach bei Griffen standen die Wehren am Freitagabend im Einsatz, die Feuerwehren Ruden und Untermitterdorf mussten um 2.25 Uhr nach St. Nikolai ausrücken.

Auch in Hörzendorf, Liebenfels, Eberndorf, Eberstein, St. Walburgen, St. Paul/Lavanttal, Ebenthal und Gablern kam es zu Einsätzen. Durch das rasche Einschreiten der Florianis und weil die Osterhäufen mit genügend Abstand zur Umgebung aufgebaut waren, konnte ein Übergreifen der Flammen auf trockene Wälder oder auch nahe Gebäude verhindert werden. Was zu den Bränden geführt hat, ist nicht geklärt.

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