Staffelübergabe bei den steirischen Seilbahnen: Nach sieben Jahren an der Spitze der Wirtschaftskammer-Fachgruppe übergibt Fabrice Girardoni an Daniel Berchthaller. Dieser will unter anderem den Fokus auf den Wintersportnachwuchs sowie die Unterstützung kleiner Skigebiete legen.
Der 47-jährige Obersteirer, Geschäftsführer der Reiteralm, ist damit Kopf der touristisch und wirtschaftlich gewichtigen Branche mit 95 Mitgliedsbetrieben, die rund 190 Lifte betreiben und so fast 1000 Pistenkilometer erschließen.
Wo will der neue Chef-Seilbahner Schwerpunkte setzen? „Ein ganz großes Thema ist für mich der Skinachwuchs. Durch einen Schulterschluss von Seilbahnen, Schulen und Politik wollen wir alle Kinder noch mehr zu Schulskiwochen motivieren“, sagt der studierte Betriebswirt. Wie schon sein Vorgänger will Berchthaller auch „alles daran setzen, kleine Skigebiete zu erhalten und in Austausch mit den ,Großen’ mit Technik und Know-how zu unterstützen.“
„Riesenpotenzial im Sommer“
Von zentraler Bedeutung für die Branche ist auch die Verlängerung der Betriebszeiten abseits des Winters. „Im Winter werden wir die Gästezahlen nicht mehr extrem steigern können, sondern wollen die Qualität halten. Aber im Sommer haben wir noch riesiges Potenzial“, ist Berchthaller überzeugt. Vor allem das Thema Biken boomt, man will aber auch Genuss-Touristen ansprechen – „für viele Gäste ist ja schon eine Gondelfahrt mit dem herrlichen Panorama per se ein Erlebnis.“
Laut WKO-Fachgruppe wurden in der Steiermark in den letzten Jahren 100 Millionen Euro in Lift- und Beschneiungsanlagen investiert, woraus eine regionale Wertschöpfung von 68 Millionen Euro entstanden ist.
Dickes Gäste-Plus am Hauser Kaibling
Wie sehr sich große Investitionen lohnen, zeigen aktuelle Zahlen vom Hauser Kaibling: In den vergangenen beiden Jahren konnte das Skigebiet 85.000 Gäste mehr begrüßen, ein stolzes Plus von 16 Prozent. Das führt man vor allem auf die neue Achter-Sesselbahn sowie die neue Zehner-Gondel zurück; in diese Seilbahnen flossen rund 36 Millionen Euro. Die nächsten Investitionen sollen vor allem in den Ausbau des Sommerangebots fließen.
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