Nach Flugzeug-Crash

D: Luftwaffe vermutet Fehler des Learjet-Piloten

Ausland
25.06.2014 14:41
Die deutsche Luftwaffe geht nach der Kollision eines Flugzeugs mit einer Bundeswehrmaschine am Montag über dem Sauerland von einem Fehler des Learjet-Piloten aus. Da bei dem Eurofighter der Außentank abgerissen sei, vermute man, dass die Privatmaschine zu dicht von unten an den Kampfjet herangeflogen sei, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin.

"Wir müssen natürlich den abschließenden Bericht abwarten, aber es wird in diese Richtung laufen", sagte der Sprecher. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bezeichnete dies als "reine Spekulation, eine Variante von vielen möglichen". Die Untersuchungen seien längst noch nicht so weit, um zu dem Flugverlauf der Maschinen etwas sagen zu können, erklärte ein BFU-Sprecher. Die Behörde ermittelt mit drei Experten, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

"Fataler Fehler" dürfte Unglück ausgelöst haben
Die "Süddeutsche Zeitung" und "Spiegel Online" hatten berichtet, der Learjet habe den Eurofighter in einer Linkskurve von unten gerammt. Der Pilot der Privatmaschine habe einen "fatalen Fehler" gemacht, heißt es in den Berichten unter Berufung auf Insider, die mit den Ermittlungen vertraut seien.

Die an einer Routine-Übung beteiligte Privatmaschine war am Montag in etwa 2.500 Metern Höhe mit einem Eurofighter der Luftwaffe kollidiert und in unmittelbarer Nähe von Häusern der Ortschaft Olsberg-Elpe abgestürzt. Dabei sollte die Situation simuliert werden, dass eine zivile Maschine ohne Funkverbindung in den deutschen Luftraum eintritt und von einem vorausfliegenden Eurofighter zum Landen gebracht werden soll.

Leichenteile am Unglücksort gefunden
Die 50 und 43 Jahre alten Besatzungsmitglieder der zivilen Maschine, zwei ehemalige Militärpiloten, sind vermutlich tot. Am Wrack wurden Leichenteile gefunden, die noch nicht identifiziert sind. Der am Crash beteiligte Eurofighter landete schwer beschädigt auf einem Fliegerhorst bei Köln. Die Maschine wird bereits von der BFU untersucht. Die Daten-Rekorder der Unglücksmaschine werden am Behördensitz in Braunschweig ausgewertet. Auch die Radaraufzeichnungen der Deutschen Flugsicherung sollen Klarheit bringen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
25.06.2014 14:41
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung