Kirche wieder im Trend

Nur in Wien: 150 Taufen von Erwachsenen zu Ostern

Österreich
01.04.2026 19:55

Die Katholische Kirche hat noch vor Ostern Grund zu feiern: Zuletzt gab es weniger Aus- und mehr Eintritte sowie einen echten Trend zur Taufe. „In einer Zeit, in der Religion ihre unhinterfragte Selbstverständlichkeit verloren hat, gewinnt sie für viele wieder an Tiefe und Bedeutung“, meint ÖVP-Kultusministerin Claudia Bauer.

Ob an den Zapfsäulen oder im Supermarkt: Die vielen Kriege und Krisen unserer Zeit prägen seit Jahren bereits den Alltag der Österreicher. Zuflucht finden sie in Zeiten wie diesen immer häufiger auch in der katholischen Kirche. Das geht aus der jüngsten Kirchenstatistik hervor – und stößt auch im von Claudia Bauer (ÖVP, vormals Plakolm) geführten Kultusministerium auf Zustimmung.

Mehr Eintritte und weitaus weniger Austritte
Demnach gab es im Jahr 2024 insgesamt 5154 Neu- oder Wiedereintritte in die Katholische Kirche, parallel dazu hatte sich – wie berichtet – auch die Zahl der Austritte (71.531 im Jahr 2024) weniger stark verringert als in den Jahren zuvor. Ein Trend, der sich auch bei den Zahlen für das Jahr 2025, die im Herbst präsentiert werden sollen, widerspiegeln dürfte – und auch die Erwachsenentaufen betrifft.

Zum Osterfest

  • Insgesamt begehen rund 4,9 Millionen Christen das Osterfest nach dem gregorianischen Kalender, weitere 500.000 orthodoxe Gläubige feiern eine Woche später.
  • Am 5. April feiern Katholiken, Evangelische, Altkatholiken, Methodisten und Freikirchen die Auferstehung Christi. Eine Woche später folgen die orthodoxen Kirchen.

Im Jahr 2024 haben sich laut den Daten österreichweit 255 Erwachsene das Sakrament spenden lassen. Das entspricht dem höchsten Wert seit Jahren, einem Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – und ebenso der generellen Hinwendung zur Kirche. Für die Osternacht am Wochenende sind alleine in Wien 150 Erwachsenentaufen angemeldet. 400 sollen es dann zum Ende des Jahres sein.

Familien- und Kultusministerin Claudia Bauer
Familien- und Kultusministerin Claudia Bauer(Bild: Zwefo)

Zeit des Zusammenkommens
Ministerin Bauer erkennt darin ein klares Signal: „Ostern ist vor allem ein Fest des Zusammenkommens – Zeit für Familie, gelebte Tradition und gemeinsame Momente. Dass sich immer mehr Menschen im Erwachsenenalter bewusst für den Glauben entscheiden, zeigt: In einer Zeit, in der Religion ihre unhinterfragte Selbstverständlichkeit verloren hat, gewinnt sie für viele wieder an Tiefe und Bedeutung.“

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