Flüge gestrichen

Kiewer Attacken bei russischem Sankt Petersburg

Außenpolitik
31.03.2026 11:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ukrainische Langstreckendrohnen haben zum wiederholten Mal den russischen Öl- und Gashafen Ust-Luga an der Ostsee bei Sankt Petersburg angegriffen. Der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, sprach von Schäden an den Hafenanlagen.

Am Finnischen Meerbusen seien Drohnen auch über den Landkreisen Kingisepp an der Grenze zu Estland und Wyborg an der Grenze zu Finnland geortet worden. Am Flughafen der Millionenstadt Sankt Petersburg mussten wegen der Drohnengefahr mehr als 60 Flüge gestrichen oder verschoben werden, berichten russische Medien.

Drohnen auch im estnischen Luftraum
Nach Angaben des estnischen Militärs drangen mehrere Drohnen auch in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Landes ein. Die Flugobjekte seien von Radarsystemen und auch von in Estland stationierten NATO-Kampfjets gesichtet, aber weder abgestürzt noch abgeschossen worden.

Auch im benachbarten Lettland näherte sich ein unbekanntes Flugobjekt dem Luftraum an, drehte aber vorher ab. Wie in Estland wurden die Bewohner der betroffenen Regionen mit Handy-Warnungen darüber informiert. In beiden Ländern bestehe keine Gefahr mehr, teilte das Militär mit.

In Estland, Lettland und Litauen waren in der Vorwoche jeweils eine fehlgeleitete ukrainische Drohne in den Luftraum eingedrungen und abgestürzt, mit der Kiew Ziele im Nordwesten Russland angegriffen hatte. Verletzte oder größere Schäden gab es dabei nicht.

Ukraine will russische Energieexporte stoppen
Über den Hafen Ust-Luga verschifft Russland Öl und Flüssigerdgas. Wegen der hohen Energiepreise aufgrund des Iran-Krieges könnte Moskau mit dem Export zusätzlich Geld für seine Kriegskasse verdienen. Die ukrainische Armee hat jedoch seit vergangener Woche in mehreren Nächten Ust-Luga, den Ölhafen Primorsk und die Großraffinerie Kirischi attackiert, um die Energieausfuhren zu stören. Die russische Flugabwehr konnte nicht verhindern, dass Tanklager in Brand geschossen und technische Anlagen beschädigt wurden.

Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg. Teil der ukrainischen Selbstverteidigung sind Luftangriffe auf Industrie- und Militäreinrichtungen im russischen Hinterland.

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