Tier atmet langsamer

Gestrandeter Buckelwal ist „deutlich geschwächt“

Ausland
29.03.2026 21:24
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Sorge um den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal wächst. Dem jungen Tier geht es am Sonntag deutlich schlechter. Der Wal hängt wieder auf einer Sandbank fest, bewegt sich aber kaum noch. Ob das Tier eingeschläfert und so von seinem Leiden erlöst werden soll, ist aber klar.

Im Vergleich zum Samstag mache der Buckelwal am Sonntag einen „deutlich geschwächten“ Eindruck, sagt Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Die Haut des jungen Meeressäugers sei auffallend schlecht, der Wal bewege sich kaum und habe eine reduzierte Atemfrequenz, berichtet die Expertin dem Sender NDR.

Nach wie vor habe der Wal außerdem Teile eines Fischernetzes im Maul. Sorgen darüber, dass der Wal nicht genug Nahrung aufnehme, brauche man sich aber nicht machen. Buckelwale können wochenlang ohne Nahrung auskommen.

Wal kämpft seit Tagen

  • Vergangenen Montag wurde der Buckelwal auf einer Sandbank am Timmendorfer Strand in Norddeutschland entdeckt.
  • In der Nacht auf Freitag gelang es dem Wal dann endlich, sich frei zu schwimmen.
  • Am Samstag strandete der Wal auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht, konnte sich aber befreien.
  • Seit Sonntagfrüh steckt das Tier wieder auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht fest.

Tier versucht nicht, sich zu befreien
„Die Prognose sieht insgesamt nicht gut aus“, fasst Burkard Baschek vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund gegenüber dem Sender zdfheute die Situation zusammen. Der Buckelwal steckt seit Sonntagfrüh wieder auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht fest.

Der Wal befindet sich in einer Wassertiefe, aus der er jederzeit wegschwimmen könnte, erklärt Thilo Maack, Meeresbiologe der Organisation Greenpeace . Da das Tier jedoch nicht auf die Befreiungsversuche der Experten reagiert hat, entschieden sie, es vorerst in Ruhe zu lassen. Nun hoffen die Fachleute, dass der Wal neue Kräfte sammelt und sich selbst befreien kann.

In diesem Video gibt Maack einen Überblick über die aktuelle Lage:

Situation verschlechtert sich
Die Bedingungen werden allerdings tendenziell schlechter für den Buckelwal. Denn bis in die Nacht auf Montag soll der Wasserstand sinken, was dem Wal das Freischwimmen erschwert. Es besteht laut Experte Baschek außerdem große Gefahr, dass das Tier wieder strandet, selbst wenn es ihm gelingt, sich zu befreien.

Einschläferung „schließen wir aus“
Die Diskussionen darüber, ob man den Buckelwal von seinem Leid erlösen und einschläfern soll, haben zu einem klaren Ergebnis geführt. „Das schließen wir aus“, sagt Mecklenburg-Vorpommers Umweltminister Till Backhaus. „Es gibt keine verlässliche Methode, die das Tier schnell und schmerzlos erlöst“, erklärt Expertin Groß.

Man habe sich aber schon damit auseinandergesetzt, was man tun werde, falls der Buckelwal verenden sollte, erklärt Minister Backhaus. Details dazu nennt er aber nicht und meint: „Wir hoffen immer noch, dass wir in die Situation nicht kommen.“

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