„Stopp der Bauwut“

Neues Wohnprojekt wegen zu enger Zufahrt in Gefahr

Niederösterreich
23.05.2026 05:00

Eine als Gehweg eingezeichnete Straße in Perchtoldsdorf (NÖ) soll als Zu- und Abfahrt für 18 neue Wohnungen dienen. Rückstaus und Verkehrschaos werden befürchtet. Am Samstag um 10 Uhr wollen die Anrainer gegen diese „Bauwut“ protestieren.

Der Streit um ein geplantes Wohnprojekt in der Hochstraße in Perchtoldsdorf im Bezirk Mödling spitzt sich zu. Auf einem Grundstück in der Hochstraße 90, auf dem jetzt noch ein Einfamilienhaus steht, sollen insgesamt 18 neue Wohnungen errichtet werden.

Besonders kritisch sehen Anrainer die geplante Ausfahrt der Tiefgarage über den stellenweise nur 2,69 Meter breiten Schliefweg, der ursprünglich eigentlich als Gehweg ausgewiesen gewesen sein soll.

Der Schliefweg ist 2,60 Meter breit. Vorgeschrieben wären jedoch 3,10 Meter.
Der Schliefweg ist 2,60 Meter breit. Vorgeschrieben wären jedoch 3,10 Meter.(Bild: ZVG Privat)

Rückstaus und Chaos sind vorprogrammiert
Die Sorge der Anrainer: Verkehrschaos, Rückstaus auf die Hochstraße und zusätzliche Belastungen für die Nachbarschaft. „Wir wollen verhindern, dass dort zu bauen begonnen wird“, so Gabriele Wladyka von der Perchtoldsdorfer Bürgerliste (PBL).

Die Bewohner werfen der Baubehörde auch vor, geltende technische Richtlinien zu ignorieren. Denn laut diesen müsste die Zufahrt mindestens 3,10 Meter breit sein. Zusätzliche Brisanz erhält die Causa durch eine frühere Änderung der Baufluchtlinie, die laut Kritikern ohne ausreichende Grundlage erfolgt sein soll. Mehrere Anrainer denken bereits an eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof und kündigen für Samstag um 10 Uhr eine Protestaktion gegen das Projekt an.

Bürgermeisterin verspricht Prüfung aller Einwände
Bürgermeisterin Andrea Kö bittet um Verständnis, dass sie hierzu im Detail keine Auskunft geben kann. „Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, das in der zweiten Instanz geführt wird.“ Sie betont jedoch, dass alle Bedenken der Anrainer geprüft würden. „Selbstverständlich haben alle Anrainer die Möglichkeit, ihre Einwände bekannt zu geben – ich verstehe ihre Sorgen“, erklärt Kö und versichert, dass das Verfahren gesetzeskonform abgewickelt wird.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Niederösterreich

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung