Trotz hoher Nachfrage

Bauern: Eier-Versorgung auch zu Ostern gesichert

Steiermark
27.03.2026 16:06

Nicht nur rund ums nahende Osterfest sind Eier gefragt: Der Konsum legt seit einigen Jahren zu, die Ware wird mitunter knapp. Die Legehennenhalter wollen ausbauen und suchen Neueinsteiger. Dabei gibt es aber Hürden. 

Die aktuell wichtigste Botschaft vorweg: „Die Versorgung mit Eiern rund um Ostern ist gesichert“, sagt Maria Pein, die Vizepräsidentin der steirischen Landwirtschaftskammer. Unstrittig ist aber auch, dass Eier in der Steiermark bzw. ganz Österreich knapp sind und nicht jederzeit überall Produkte aller Haltungsformen verfügbar sind.

Pro-Kopf-Konsum deutlich gestiegen
Das liegt zunächst an einigen wirtschaftlich eher mageren Jahren für die Branche, in denen kaum neue Ställe gebaut wurden und einige Betriebe das Handtuch geworfen haben. Den Markt europaweit auf den Kopf gestellt hat zudem die Vogelgrippe, wodurch vor allem in nördlichen Nachbarländern Millionen Legehennen ausgefallen sind.

Pressegespräch zur Lage am Eier-Markt: Neueinsteiger Johannes Riegler, Branchen-Obmann ...
Pressegespräch zur Lage am Eier-Markt: Neueinsteiger Johannes Riegler, Branchen-Obmann Hans-Peter Schlegl, LWK-Steiermark-Vizechefin Maria Pein und Legehennen-Halterin Nina Schweinzger (v.l.).(Bild: ALEXANDER DANNER)

Und nicht zuletzt eine für die Geflügelwirtschaft erfreuliche Entwicklung: Eier sind stark gefragt. Binnen von gerade einmal fünf Jahren ist der Pro-Kopf-Konsum in Österreich um 14 Stück pro Jahr gestiegen – was auch dem Protein-Trend geschuldet ist.

Zitat Icon

Vor allem die bürokratischen Hürden beim Bau- und Raumordnungsgesetz und die hohen Investitionskosten dämpfen die Bereitschaft, in die Branche einzusteigen.

Maria Pein, Vizepräsidentin Landwirtschaftskammer Steiermark

Vom Tischler zum Legehennenhalter
„Wir brauchen einen Zuwachs an Legehennenhaltern, um Österreich weiter versorgen zu können“, sagt Hans-Peter Schlegl, Obmann der Geflügelwirtschaft Steiermark. Ein Paradebeispiel, wie das gelingen kann, liefert Johannes Riegler aus dem südoststeirischen Gnas. Der 36-Jährige hat seinen Brotberuf Tischler an den Nagel gehängt, den elterlichen Hof übernommen und auf Legehennen umgestellt.

Seit Herbst hält er im Vollerwerb 5000 Tiere in Freilandhaltung. „Natürlich war es ein Risiko, hohe Investitionen waren erforderlich, aber es läuft sehr gut. Ich kann Kollegen nur dazu ermutigen“, so der Steirer.

Fakten

Die Steiermark ist Österreichs wichtigstes „Eierland“: Rund 720 steirische Legehennen-Betriebe halten ein Drittel aller Tiere in Österreich. Den Großteil davon in Bodenhaltung (53%), gefolgt von Freiland (37%) und Bio (9%). Pro Kopf werden hierzulande jährlich im Schnitt 250 Eier gegessen. 

Als Hürden für den Neueinstieg nennen die Experten vor allem lange Bauverfahren sowie viel Bürokratie und teure Gutachten für neue Ställe. Vor allem die Geruchsbelastung sei auch bei Anrainern immer ein heißes Thema. „Wobei sich hier in den letzten Jahren durch die Technik enorm viel verbessert hat“, betont Schlegl.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt