Ordentlich in die Jahre gekommen sind zwei Eckpfeiler der Infrastruktur im weststeirischen Bärnbach: die regionale Mittelschule mit ihrem großen Einzugsgebiet, und die direkt angebaute Sporthalle, Heimstätte der örtlichen Meisterliga-Handballer. Für Sanierung und Neubau greift Remus-Gründer Otto Kresch tief in die Privatschatulle.
Bald 60 Jahre hat die Mittelschule in der Stadtgemeinde auf dem Buckel, die Sporthalle daneben nur unwesentlich weniger. Dass etwas getan werden muss, war seit Jahren klar, auch „weil wir vor allem bei der Schule das Geld beim Dach hinausheizen“, sagt Bürgermeister Jochen Bocksruker (SPÖ). 12,7 Millionen Euro hat man dafür projektiert, doch bis zuletzt klaffte eine kaum überwindbare Finanzierungslücke in den Sanierungs- und Neubauplänen.
„Jugendlicher Leichtsinn“ führt zu Rekord-Geschenk
Auftritt Otto Kresch: Der Gründer der Sportauspuff-Schmiede Remus, Präsident und Gönner der Handballer von der HSG Lipizzanerheimat, wurde im Vorjahr von seiner Heimatstadt um Hilfe gefragt. „In meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich sofort Ja gesagt“, schmunzelt der End-Siebziger. Als ihm Bocksruker den konkreten Betrag nannte, musste er dann doch schlucken.
„Wenn ich das beim Land durchbringen will, fehlen mir zwei Millionen“, sei die Aussage des Bürgermeisters gewesen. „Das ist kein Schmutz“, habe er sich gedacht. Einen Rückzieher brachte er dann aber auch nicht mehr übers Herz, und so kam es am Freitag im Bärnbacher Rathaus zur Unterzeichnung der denkwürdigen Schenkung.
Unternehmer-Legende setzt sich selbst ein Denkmal
Alle Jubeljahre einmal gebe es größere Schenkungen für die öffentliche Hand, habe man Bocksruker auf Nachfrage beim Land mitgeteilt. Diese bewegten sich üblicherweise im fünf- oder unteren sechsstelligen Bereich – die zwei Millionen seien eine neue Dimension, die vielleicht auch andere Mäzene in anderen Gemeinden animiere, so die Hoffnung des Bürgermeisters. Die einzige Gegenleistung, die sich Kresch ausbedungen hat: Die Halle, deren Kapazität auf insgesamt 2200 Personen verdoppelt wird, soll fortan den Namen „KR. Otto Kresch Sport- und Eventcenter“ tragen.
In den nächsten Monaten geht es laut Bocksruker an die Detailplanung, dann soll die EU-weite Ausschreibung starten. Baubeginn für die Halle wäre idealerweise Anfang 2027, die Schule soll ein paar Monate später an die Reihe kommen. Laut derzeitigem Stand sollen beide Projekte bis Herbst 2028 fertig sein. Der Unterricht kann während des Umbaus, der eine thermische Sanierung, Barrierefreiheit und die Erneuerung der Haustechnik umfasst, fortgeführt werden, versichert der Bürgermeister. Einzig für die Sportstunden sucht man nach einer Übergangslösung – diese gehen bis dato in der Halle nebenan über die Bühne.
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