Kampf um jeden Meter

Tierdrama geht weiter: Buckelwal auf Zickzack-Kurs

Ausland
27.03.2026 14:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der spektakuläre Rettungseinsatz um den Buckelwal, der tagelang vor dem Timmendorfer Strand (Deutschland) auf einer Sandbank festsaß, bleibt ein einziger Nervenkitzel: Nachdem es dem tierischen Protagonisten in der Nacht auf Freitag endlich gelungen war, sich zu lösen, folgt nun ein Hin und Her seiner Route. Helfer kämpfen nun darum, den Meeressäuger sicher in tieferes Wasser zu leiten – die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Der zwölf bis 15 Meter lange Wal war am Montag auf der Sandbank entdeckt worden. Tagelang hatten Helfer versucht, ihn zu befreien – zunächst mit einem kleinen Saugbagger, später mit einem Schwimmbagger, der eine Rinne aushob. Am Donnerstagabend waren nur noch wenige Meter bis ins tiefere Wasser nötig, als die Aktion wegen Dunkelheit abgebrochen wurde. In der Nacht schwamm das Tier dann selbstständig in Freiheit.

Meeressäuger noch lange nicht in Sicherheit
Allerdings zeigte der Wal danach ein Zickzack-Verhalten vor der Küste. Naturschützer von Sea Shepherd und Greenpeace begleiteten ihn mit Schlauchbooten, um ihn von einer Rückkehr ins flache Wasser abzuhalten und vor Stellnetzen zu schützen.

Tagelang wurde um den Buckelwal gebangt, Freitagmorgen herrschte zunächst Erleichterung. Doch ...
Tagelang wurde um den Buckelwal gebangt, Freitagmorgen herrschte zunächst Erleichterung. Doch jetzt mäandert der Wal im Meer herum.(Bild: APA/dpa/Jens Büttner)

„Der Wal ist erschöpft, aber wir versuchen, ihn sicher Richtung Fehmarn und weiter nach Dänemark zu manövrieren“, erklärte Biologe Robert Marc Lehmann. Noch sei das Tier nicht in Sicherheit – die Befreiung von der Sandbank sei nur ein erster Schritt.

Nicht heimisch in der Ostsee
Experten betonen, dass Großwale wie Buckelwale in der Ostsee nicht heimisch sind. Das Tier könnte auf Nahrungssuche in die flachen Gewässer gelangt sein oder unter gesundheitlicher Schwächung gelitten haben. D

ie Chance, dass der Wal die salzreichere Nordsee erreicht, sei jedoch vorhanden: „Es gibt immer wieder Großwale, die Wochen in der Ostsee verbringen und zurück in die Nordsee finden“, so Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW).

Die Welt blickt gebannt zu
Die Rettungsaktion hatte in Deutschland und international für große Aufmerksamkeit gesorgt. Tausende verfolgten das Drama vom Strand aus, während Helfer Meter für Meter den Wal durch die Rinne begleiteten und ihn durch Trommeln, Hupen und Rufe animierten. Noch bleibt unklar, wie lange der Buckelwal sich sicher in der Ostsee halten kann, bevor er wieder in sein eigentliches Zuhause im Atlantik gelangt.

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