Schwere Vorwürfe gegen die Behörden erhebt ein Firmenchef aus dem Burgenland. Eigentlich wollte der Mann dubiose Vorgänge rund um seine Firma und einen Kfz-Einbruch melden, fasste im Gegenzug aber eine Anzeige wegen Drogenkonsums aus. Die „Krone“ kennt die Hintergründe.
Der Unternehmer (39) versteht die Welt nicht mehr. „An meinem Auto wurden technische Manipulationen vorgenommen. Jemand hat die Schrauben von den Bremsen gelöst. Das war nur einer von etlichen Defekten, die anscheinend gezielt hinterlassen worden sind, wie in der Werkstatt festgestellt wurde“, schildert der Burgenländer, der im Baugewerbe quer durch Österreich tätig ist. Bargeld, das sich in einem Seitenfach befunden habe, und ein Koffer seien aus dem Firmenwagen verschwunden.
„Er hat mir harte Konsequenzen angedroht“
Im Verdacht steht ein Bekannter. „Bei einem Treffen in Wien hat er mir harte Konsequenzen angedroht, falls ich zur Polizei gehe. Mir werde sowieso niemand glauben, hat er behauptet“, berichtet der Unternehmer. Als es Anzeichen gab, dass die Bremsen am Auto nicht mehr funktionieren, suchte der 39-Jährige aus Sorge um sein Leben zu später Stunde eine Polizeiinspektion in Niederösterreich auf.
Bei der API Großkrut kam er jedoch gar nicht mehr dazu, den Beamten seinen beängstigenden Fall genau zu schildern und Anzeige zu erstatten. Umgehend war der Lenker – er leidet an ADHS, einer Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung – unter Verdacht, Drogen konsumiert zu haben.
„Wie Dreck behandelt“
Laut Anzeige bei der BH Mistelbach ist er mitten in der Nacht durch „Unruhe, Zittern und auffällige Pupillen“ hervorgestochen. Die Weiterfahrt war untersagt, der Führerschein vorläufig abgenommen worden. „Ich wurde grob, herabwürdigend, wie Dreck behandelt“, zeigt sich der Geschäftsmann empört.
In der Bezirkshauptstadt war er in derselben Nacht gegen 1.45 Uhr der Distriktsärztin vorgeführt worden. Die Blutabnahme und Auswertung durch ein gerichtsmedizinisches Institut führten zum Ergebnis „alle negativ“, im Gutachten blieben Beeinträchtigungen wie „Übermüdung“, „Krankheit“, „Medikamente“ und „Verdacht auf Suchtgift“ allerdings aufrecht (siehe Faksimile).
Geldbuße von 675,70 Euro ist weiterhin unbezahlt
Der Vorfall hatte sich im Juni 2025 ereignet. Gegen den 39-Jährigen läuft noch ein Verwaltungsverfahren. „Da die Zustellung der Strafe nicht reibungslos funktioniert hat, habe ich erst spät davon erfahren“, sagt der Firmenchef. 675,70 Euro sind offen. „Ich zahle nicht, sonst ist das eine Bestätigung, etwas Falsches gemacht zu haben!“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.