Andritzern reicht es

Jugendbande sorgt in Graz für Angst und Schrecken

Steiermark
27.03.2026 05:00

40 bis 50 Jugendliche sorgen seit Herbst des vergangenen Jahres immer wieder für Polizeieinsätze im Grazer Bezirk Andritz. Nun gehen die Wogen derart hoch, dass zwei Bürgerinitiativen Maßnahmen von Politik und Exekutive fordern.

Unter etlichen Bewohnern des nördlichen Grazer Bezirks Andritz geht die Angst vor einer 40- bis 50-köpfigen Jugendgang um. Brandstiftungen, Drohungen, Vandalismusakte, Vermüllungen und Sachbeschädigungen sollen auf ihr Konto gehen.

Erich Cagran von der Bürgerinitiative berichtet: „Kürzlich blockierten sie die Straße mit ihren Mopeds. Ich bin mit dem Rad nicht durchgekommen und wurde bedroht mit ,wir haben schon auf dich gewartet’. Als ich die Polizei rief, hieß es: ,Geh nur, wir finden dich schon!’“

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Als ich die Polizei rief, hieß es:  „Geh nur, wir finden dich schon!“

Erich Cagran

Diebstähle und Rauschgift-Deals
Kürzlich sollen einige der meist dunkel angezogenen Jugendlichen am Hauptplatz das Pub umkreist und die Glasscheiben bespuckt sowie das öffentliche WC einmal mehr mit radikalen Parolen beschmiert haben. „Wir wissen von Anrainern und Unternehmern von Diebstählen in deren Kellern und Rauschgift-Dealern in den Stiegenhäusern“, heißt es in einem Schreiben der Bürgerinitiative an die Stadtregierung, in dem Maßnahmen gefordert werden. Auch die Interessengemeinschaft der Andritzer und Gewerbetreibenden hat ein Schreiben angefertigt.

Auf einem Spielplatz wurde der Spielturm angezündet
Auf einem Spielplatz wurde der Spielturm angezündet(Bild: zVg)
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Dass Vandalenakte verübt, Passanten beschimpft und teilweise sogar bedroht sowie auf offener Straße Drogen konsumiert werden, ist nicht hinnehmbar.

VP-Graz-Geschäftsführer Markus Huber

Polizei: „Situation wird aufgebauscht“
Unterstützung bekommen sie von ÖVP-Graz-Geschäftsführer Markus Huber: „Dass eine Jugendbande ihr Unwesen treibt, dass Vandalenakte verübt, Passanten beschimpft und teilweise sogar bedroht sowie auf offener Straße Drogen konsumiert werden, ist nicht hinnehmbar.“

Seitens der Polizei wird kalmiert: Man kenne das Problem, es werde aber aufgebauscht. Einzelne Brandstiftungen, Lärmbelästigungen und ein Raub im Vorjahr werden aber eingeräumt.

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