Strom, Gas und Sprit – keine Energieknappheit droht im weiten Land. Aber die Lage muss im Auge behalten werden. Und während Experten davor warnen, dass man beim Gas auf ein Preisproblem zusteuert, wird die Strompreissenkung halten.
Mit Experten aus dem Energiesektor analysierte Landesvize Stephan Pernkopf in St. Pölten die Versorgung mit Strom, Gas und Treibstoffen in Niederösterreich. Einhelliger Tenor: Bei all den Krisenherden, vor allem den Kriegen im Iran und in der Ukraine, muss der Fokus auf zwei Bereichen liegen – der Versorgungssicherheit und den Kosten.
Strompreis-Reform gefordert
Bei Letzteren kann Pernkopf zumindest teilweise beruhigen: „Die Strompreissenkung in wenigen Tagen wird halten.“ Das hätten Anbieter wie EVN und Verbund bestätigt und das sei auch gesetzlich verankert. Pernkopf fordert eine europäische Reform des Merit-Order-Systems, also eine Entkoppelung des Strompreises von Öl und Gas. Auch die Spritpreis-Bremse sei ein richtiger Schritt, so der Landesvize. Er werde weiter darauf drängen, dass „alle steuerlichen Mehreinnahmen den Menschen zurückgegeben werden“.
Gasspeicher gut gefüllt
Sichergestellt ist die Gasversorgung im Land, bestätigt E-Control-Vorstand Alfons Haber. Zehn Prozent des gesamten in der EU gelagerten Erdgases ruhen in Österreichs Speichern. Habers Fazit: „Bei Gas haben wir derzeit kein Mengen-, sondern ein Preisproblem.“
Musterschüler bei Öko-Strom
Geradezu ein Musterschüler ist Niederösterreich beim Strom. 40 Prozent des bundesweiten Ausbaus von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen stemmt das größte Bundesland alleine. Herbert Greisberger, Chef der Energieagentur ENU, betont: „Eigenvorsorge bedeutet Unabhängigkeit.“
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