Ein Mädchen wird am Heimweg von der Schule von zwei Fremden attackiert, ein Mann wird im Kofferraum eines Autos verschleppt – gleich zwei Fälle von mutmaßlicher (zum Teil versuchter) Entführung geben der Tiroler Polizei derzeit Rätsel auf. Zentral für die Ermittlungen sind Hinweise vor Ort und Beobachtungen von Zeugen.
Es ist der Albtraum vieler Eltern, was eine Siebenjährige am Montag in Völs berichtete: Am Heimweg von der Schule soll das Mädchen in der Innsbrucker Straße auf Höhe der Hausnummer 8 von zwei Maskierten, einem Mann und einer Frau, gepackt worden sein. Mit massiver Gegenwehr sei es dem Kind gelungen, sich loszureißen und zu flüchten.
Eine Fahndung blieb erfolglos. Die Polizei hofft daher auf Hinweise. Der Mann wird als 1,85 bis 1,90 Meter groß und schlank beschrieben, trug schwarze Jeans, Lederjacke und -handschuhe, weiße Turnschuhe und eine schwarze Skihaube. Die Frau soll rund 1,70 Meter groß und schlank, mit lila-beigefarbener Jogginghose, weißer Wolljacke und blauen Handschuhen bekleidet gewesen sein. Ihre Skihaube war ebenfalls blau. Das Duo war mit einem weißen Seat unterwegs.
Ganz wichtig wären Zeugen, die etwas beobachtet haben. Zum Glück sind solche Fälle allgemein recht selten.

Polizeisprecher Christian Viehweider zum Vorfall in Völs
Bild: Christof Birbaumer
„Ganz wichtig wären Zeugen, die etwas beobachtet haben“, ruft Polizeisprecher Christian Viehweider auf. Diese könnten wesentlich zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen. Darüber hinaus laufen derzeit sogenannte Umfelderhebungen: „Die Kollegen schauen etwa, ob es bei nahen Betrieben Kameras gibt, die etwas aufgezeichnet haben.“ Zudem sei der Streifendienst in der Gegend verstärkt worden, betont Viehweider.
„Kofferraum-Entführung“ gibt weiter Rätsel auf
Über den aufsehenerregenden Vorfall in Hall in Tirol haben wir bereits berichtet: Am Samstag soll ein Mann einen Kontrahenten in den Kofferraum eines dunklen Kombis gedrängt haben und mit dem Wagen davongefahren sein. Dies hätten zwei Zeugen bei der Polizei gemeldet, erklärte Sprecher Viehweider. Eine Großfahndung entlang der A12 führte zu keinem Ergebnis.
Am Dienstag war noch nichts Näheres bekannt. „Der Zeugenaufruf ist weiterhin aufrecht“, so Viehweider. Derzeit seien die Beamten auch hier dabei, im Umfeld zu ermitteln. Die Hoffnung ruht aber ebenfalls auf möglichen Zeugen, die etwa das Auto gesehen haben könnten – eventuell war es ein Audi A4 Avant.
Keine Konsequenzen für mögliche Witzbolde
Und wenn es sich nicht um ein Verbrechen, sondern um einen schlechten Scherz handeln sollte? Auch in dem Fall bittet die Polizei die Verursacher, sich zu melden. Mögliche Bedenken räumt Viehweider aus dem Weg: „Aus unserer Sicht drohen keine strafrechtlichen Konsequenzen.“
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