Handaufzucht im Zoo:

Tierpfleger übernahmen Job von „Rabeneltern“

Oberösterreich
23.03.2026 13:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Ob sie ihr verstoßenes Kind erkennen werden? Im Linzer Zoo übersiedelt bald ein junger Weißohrturako in die Voliere neben der seiner Eltern. Diese hatten das Ei verstoßen und das Küken dem Schicksal überlassen. Doch erstmals gelang die Handaufzucht eines solchen farbenprächtigen Vogels im Linzer Zoo.

Im Zoo Linz ist man stolz, erstmals eine erfolgreiche Handaufzucht eines Weißohrturakos (lateinische Bezeichnung: Tauraco leucotis) geschafft zu haben. Der Jungvogel wurde von zwei erfahrenen Tierpflegern aufgezogen, nachdem die Elternvögel „Alex“ und „Bella“ das Ei nicht bebrüteten – eine Situation, die in der Natur das Aus für den Nachwuchs bedeutet hätte. Die Tierpfleger des Zoo Linz handelten jedoch rasch und legten das Ei in einen dafür vorgesehenen Wärmeschrank. Nach dem Schlupf folgte eine behutsame Handaufzucht des Jungvogels, dessen Art in Afrika weit verbreitet ist.

Kaum 38 Gramm beim Schlüpfen
Tag für Tag wuchs nicht nur der kleine Turako, sondern auch die Hoffnung: Aus dem anfänglich unscheinbaren, grau-schwarzen Küken entwickelte sich nach und nach ein prächtiger Jungvogel. Am sechsten Tag nach seinem Schlupf wog das Küken gerade mal 38 Gramm, binnen fünf Wochen verfünffachte sich sein Gewicht auf über 200 Gramm. 

Der Weißohrturako ist schon prächtig entwickelt
Der Weißohrturako ist schon prächtig entwickelt(Bild: Zoo Linz)
Das Küken war unscheinbar und brauchte besondere Pflege
Das Küken war unscheinbar und brauchte besondere Pflege(Bild: Zoo Linz)
Bald übersiedelt der junge Vogel ins Außengehege
Bald übersiedelt der junge Vogel ins Außengehege(Bild: Zoo Linz)
Nach und nach wuchs der Vogel zu einem prächtigen Tier heran
Nach und nach wuchs der Vogel zu einem prächtigen Tier heran(Bild: Zoo Linz)

Hunger nahm zu
Zu Beginn wurde er laut Informationen aus dem Zoo alle fünf Stunden mit nur einzelnen, eigens für die Aufzucht von Vögeln vorgesehenen, Futterperlen gefüttert. Zwei Wochen später wollte der junge Vogel 20 Perlen pro Fütterung. Im Alter von vier Wochen begannen sich die artspezifischen Farben in seinem Gefieder zu entwickeln, und auch die Fütterung wurde erweitert, und neben den Futterperlen gab es kleine Mengen Bananen, Mangos und Papayas.

Übersiedelung steht bevor
Inzwischen sind die typischen, leuchtenden Farben seiner Art voll entwickelt: Er ist überwiegend grün gefärbt, hat auffällige weiße Ohrflecken und die eindrucksvollen purpurroten Schwungfedern. Schon bald steht der nächste große Schritt an: Der junge Turako wird in eine Außenvoliere angrenzend an die Voliere der Elternvögel übersiedeln und dort seine Umgebung eigenständig erkunden.

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