Kritik in Krems

Wurde bei Bad-Finanzierung auf Nachbarn vergessen?

Niederösterreich
21.03.2026 15:00

„Es ist alles versucht worden, die Umlandgemeinden in das Projekt einzubinden.“ Ein Sager des Kremser SPÖ-Bürgermeisters Peter Molnar bei einer Gemeinderatssitzung scheint ihn knapp ein Jahr später einzuholen. 

Denn wurde damals unter Molnars Vorgänger Reinhard Resch wirklich alles versucht? Die Opposition hatte jedenfalls Bedenken. Und sieht sich nach einer Anfrage durch FPÖ-Gemeinderätin Susanne Rosenkranz bestätigt.

„Absolut aussichtslos“
Wie Molnar antwortete, habe es 2012 ein Treffen von Resch mit den Bürgermeistern aller Umlandgemeinden gegeben. Niederschriften gibt es von diesen Gesprächen keine, teilweise sogar nicht einmal Erinnerungen mancher Teilnehmer an diesen Termin. Laut Molnar sei damals aber klar gewesen, dass eine Kostenbeteiligung aufgrund vieler eigener Projekte für keine der Kommunen ein Thema gewesen sei. „Weitere Versuche gab es wegen der absoluten Aussichtslosigkeit keine mehr“, so Molnar.

Nochmalige Gespräche
Den Großteil der rund 40 Millionen Euro muss die Stadt nun selbst zahlen. Molnar kündigt aber an, nach der Eröffnung der Freizeiteinrichtung im Juli nochmals Gespräche führen zu wollen. „Die Badearena ist schließlich ein Zentrum des Schulschwimmsports für die ganze Region. Sie könnten oder sollten wie in Gänserndorf einen Beitrag leisten“, blickt er auf ein ähnliches Projekt im Weinviertel.

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