Der Serienmörder treibt auch im Strandbad Klagenfurt sein Unwesen, Gott sei Dank nur im Film. Zwei Tage wurde für „Pirker“ im Strandbad gedreht, sogar Autos standen am Zweiersteg. Allegro-Produzent Helmut Grasser erzählt über seine filmische Heimkehr nach Klagenfurt.
Maria Wörth, Lendkanal, Bleistätter Moor, Ossiacher See, Strandbad Klagenfurt, Ebenthal, Benediktinerschule – Helmut Grasser hat für seinen Film über „Volte“ Pirker schöne Kärntner Drehorte ausgewählt. Von der Innenstadt von Klagenfurt bis hin zum mystischen Schilf-Moor.
„Der Film kostet drei Millionen Euro. Das Drehen in den Bundesländern verschlingt viel mehr Geld als in Wien“, sagt der gebürtige Klagenfurter Helmut Grasser, der mit 20 Jahren nach Wien zog. „Kärnten ist von der Landschaft her allerdings eine viel bessere Location. Man hat hier alles: Berge, Seen, man kann Träume verwirklichen.“
50 Kino- und TV-Filme von Grasser
Helmut Grasser war in den 80er Jahren oftmals Regieassistent bei Spielfilmen. Darüber hinaus Drehbuchautor und Produktionsleiter einiger Werbe- und Imagefilme. 1989 gründete er die Filmproduktionsfirma Allegro, die er bis heute leitet. Allegro produzierte mehr als 50 Kino- und TV-Filme. Der Klagenfurter war Präsident des Verbandes österreichischer Filmproduzenten, ist seit 2002 Mitglied der European Film Academy. Für seine bisher einzige Regiearbeit beim Dokumentarfilm „Wahlkämpfer“ über Jörg Haider wurde Grasser 1995 mit dem Prix Europa ausgezeichnet. „Mittlerweile mache ich hauptsächliche Fernsehfilme.“ Mit den beliebten Steirer-Krimis hat er Top-Einschaltquoten.
Drei Wochen lang wird in und um Klagenfurt für den schwarzhumorigen, 90-minütigen Kinofilm gedreht. „Nach den Dreharbeiten geht die Filmcrew oft ins Restaurant 151er essen. Das Angebot hier ist super“, sagt Grasser. Viele Stars wie Simon Schwarz, Robert Stadlober oder Julia Koschitz sind dabei. Auch Julia Cencig tritt auf. Grasser stellt für die Dreharbeiten sogar sein eigenes Fischerboot zur Verfügung.
Im Film tritt ein von Schwarz gespielter Kriminalpolizist, der seinem Glück gerne selbst im Weg steht, eine neue Stelle beim LKA Klagenfurt an. Er muss sich im Team behaupten und einen pseudo-spirituellen Serienkiller fangen, während er versucht, seine große Liebe zurückzugewinnen. Der Serienkiller „Gertschi“ wird von Robert Stadlober dargestellt. „Der Gertschi, der ist einer, der wohnt noch immer bei der Mama, ist aber schon jenseits der 40. Er räumt Leute weg, die ihm im Leben im Weg standen, vergräbt die Leichen.“
Filmförderung muss erhöht werden
Der Film soll im Spätherbst in die Kinos kommen. 18 Monate später wird er dann im ORF zu sehen sein. „Kärnten hat mit Klaus Graf, Gerald Podgornig oder Gernot Stadler viele erfolgreiche Film-Produzenten. Alle würden gerne öfters hier drehen. Aber dafür ist das Budget der Filmförderung mit 500.000 Euro zu gering“, sagt Grasser. In Südtirol werden fünf Millionen Euro investiert. Darum kommen mehr Filmproduzenten.
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