Seit fast 50 Jahren ist das Haus der Stille in Heiligenkreuz am Waasen ein Ort des Rückzugs für viele Menschen. Nun steht ein großer Innenumbau um 2,7 Millionen Euro an – ein prominentes Komitee sucht noch Spender. Ziel ist eine höhere Auslastung.
Im steirischen Presseclub wird normalerweise ständig geredet, am Freitag gab es eine Minute Stille – diese ungewöhnliche Intervention zeigt die Stoßrichtung im Haus der Stille. Ein erst in den 1960er-Jahren in Heiligenkreuz errichtetes Kloster stand in den 1970er schon wieder leer. Die Diözese vertraute das Gebäude Pater Karl Maderner an, der daraus einen spirituell offenen Ort machte.
„Wir brauchen Momente der Pause, der Reduktion, des Nachdenkens und Zuhörens, der Stille,“, sagt die geistliche Leiterin Marlies Prettenthaler-Heckel. Angeboten werden Seminare und Klausuren, einige Gäste suchen bewusst ein paar Tage Auszeit vom Alltag, andere leben monatelang hier und arbeiten mit. Prettenthaler-Heckel: „Bei uns treffen sich Menschen aus allen Schichten, vom Manager aus Deutschland bis zum Arbeitslosen aus Wien.“
Zwölf neue Zimmer und eine moderne Küche
Das Gebäude wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder stückweise verändert. Eine äußere Generalsanierung erfolgte von 2016 bis 2019, nun steht die jahrelang vorbereitete Innen-Generalsanierung an. Die Investition beträgt 2,7 Millionen Euro. Was ist geplant? Zumindest zwölf neue Zimmer mit Bad und WC – die aktuell 45 Zimmer, von denen ein Teil erhalten bleibt, haben lediglich ein Waschbecken. Die (vegetarische) Küche wird verlegt und modernisiert, der Speisesaal erweitert. Zudem soll der verwinkelte Eingangsbereich geöffnet werden, die Seminarräume werden technisch aufgerüstet.
Ein Ziel ist es, die Auslastung von derzeit etwa 30 Prozent zu steigern – gerade unter der Woche ist noch Luft nach oben. Die Diözese Graz-Seckau zahlt 500.000 Euro und gewährt ein Darlehen über 1,5 Millionen Euro. Die noch fehlenden 700.000 Euro sollen über Sponsoren und Spenden aufgebracht werden. Es wurden verschiedene Unterstützungspakete geschnürt (auch für Firmen), eine Reihe von Benefizveranstaltungen ist geplant.
Von April bis Dezember geschlossen
Um das Geld möglichst rasch aufzutreiben, gibt es ein Proponentenkomitee mit den früheren Politikern Siegfried Nagl, Bettina Vollath und Gerhard Rüsch sowie dem ehemaligen Graz-2003-Geschäftsführer Wolfgang Skerget. Sie betonten am Freitag, dass es Orte der Stille braucht, in der Menschen in einer zusehends erschöpften Gesellschaft Platz finden können.
(Steuerlich absetzbare) Privatspenden:
Spendenkonto Sozialhilfswerk Haus der Stille
IBAN: AT52 3817 0000 0104 3736
Verwendungszweck: „Auszeit“ (für die Unterstützung von Menschen in schwierigen finanziellen Situationen) oder „Stille“ (für die Schaffung der räumlichen Voraussetzungen)
Unternehmensspenden und Projektförderungen:
Spendenkonto Verein Haus der Stille
IBAN: AT49 3817 0000 0101 2459
Verwendungszweck: „Umbau Haus der Stille“
Bereits im April schließt das Haus der Stille für die Vorbereitungen der Generalsanierung, die nach Pfingsten startet und im Dezember abgeschlossen sein soll. Schon jetzt blicken alle auf die große Wiedereröffnung am Palmsonntag 2027. „Wir wollen ihn zum Tag der Stille ausrufen“, so Klaus Zausinger vom „Verein Haus der Stille“.
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