Das Land Tirol hat am Freitag eine Abschussverordnung für einen Risikowolf im Bezirk Landeck erlassen. Gründe seien wiederholte Nachweise in unmittelbarer Nähe zum Siedlungsraum sowie ein Rissereignis. Die Verordnung gilt acht Wochen.
In den vergangenen Tagen sei im Gemeindegebiet von Nauders wiederholt ein Wolf jeweils in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet nachgewiesen worden, hieß es Freitagnachmittag in einer Aussendung des Landes.
Wenn sich ein Wolf wiederholt einem Wohngebiet nähert, führt das verständlicherweise zu Beunruhigung in der Bevölkerung.

LHStv. Josef Geisler (ÖVP)
Bild: Johanna Birbaumer
Wildkamera und tote Hirschkuh
In einem Fall sei ein Beutegreifer von einer Wildkamera aufgenommen worden. Außerdem bestehe bei einem Rissereignis Wolfsverdacht. Auf einem Spielplatz wurde jüngst eine trächtige Hirschkuh tot aufgefunden.
„Wenn sich ein Wolf wiederholt einem Wohngebiet nähert, führt das verständlicherweise zu Beunruhigung in der Bevölkerung. Umso wichtiger ist es, dass wir in dieser Situation rasch handeln, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“, so LHStv. Josef Geisler (ÖVP).
Jägerschaft bereits informiert
Die Verordnung ist mit der Kundmachung am Freitag in Kraft getreten und gilt für die Dauer von acht Wochen. Die betroffene Jägerschaft sei bereits informiert worden, so das Land weiter.
Auch Bären-Nachweise im Bezirk
Im Bezirk Landeck gab es zuletzt auch Nachweise für die Präsenz eines Bären – in Pfunds und Tösens. Nach aktuellem Stand gebe es keine Hinweise darauf, dass sich ein Bär gezielt Menschen oder dem Siedlungsraum nähert. Sichtungen sollten jedenfalls möglichst rasch gemeldet werden.
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