Anfang März traute eine Wienerin bei einem nächtlichen Telefonat ihren Ohren nicht: Die seit Jahren vermisste Familienkatze „Feelina“ war von der Tierrettung gefunden worden. Es liegt an den Tierbesitzern selbst, „Wunder“ wie diese möglich zu machen, betont das TierQuarTier Wien.
Vieles hätte sich eine Donaustädterin als Grund vorstellen können, als mitten in Nacht des 4. März bei ihr das Telefon läutete, das aber nicht: Der Anruf unter unbekannter Nummer entpuppte sich als Frohbotschaft der Tierrettung. Die Katze „Feelinara“, von der die Familie innerlich schon Abschied genommen hatte, war nach dreieinhalb Jahren bei einem Einsatz gefunden worden – ein paar Minuten Fußweg von ihrer ursprünglichen Heimat entfernt.
„Als wäre sie nie weg gewesen“
Fieberhaft hatte die Familie 2022 nach „Feelinaras“ Verschwinden nach ihr gesucht, doch ohne Erfolg. „Umso schöner“ sei nun das „ganz besondere Wiedersehen“, so die Besitzerin – für alle Beteiligten: „Nach wenigen Minuten suchte sie wieder meine Nähe, schnurrte laut und kam zur Ruhe. Ganz so, als wäre sie nie weg gewesen“, trotz der verstrichenen Zeit: „Mein Sohn war damals neun Jahre alt, als sie verschwunden ist, und unendlich traurig.“
Die Umstände des Fundes (siehe Bild unten) legen nahe, dass „Feelinara“ 2022 bei einem Ausflug „Kidnappern“ zum Opfer fiel, die sich ihrer nun wieder entledigten. Auch deshalb wartete das TierQuarTier zwei Wochen damit zu, die Geschichte des Fundes publik zu machen. Die Familie hatte die Hoffnung, den unrechtmäßigen Besitzer vielleicht mit einer von ihm ausgehängten Vermisstenanzeige überführen zu können – denn die Ausrede, dass die Katze herrenlos war, hatte er nicht.
Viel unnötiges Tierleid
Feelinaras Besitzer hätten jederzeit identifiziert werden können, denn sie hatten – wozu das TierQuarTier seit Jahren dringend rät – die Katze gechippt und ihre Daten auf der Heimtierdatenbank hinterlegt. Erst das machte den nächtlichen Anruf der Tierrettung am 4. März möglich.
In Summe könnte damit viel Tierleid vermieden werden: Von 1100 letztes Jahr in Wien gefundenen Katzen wurden nur 280 abgeholt, von 300 Hunden nur 150 – oft, so vermutet man im TierQuarTier, nur deshalb, weil die Besitzer nicht einmal vom Fundservice für Haustiere wissen, geschweige denn es aktiv nützen.
Auch dem Team des TierQuarTier bricht angesichts der vielen Tiere, die einerseits fernab ihres Zuhauses sind und andererseits dort zugleich bitterlich vermisst werden, regelmäßig das Herz. Und nicht zuletzt bringen diese Tiere die finanziell ohnehin angespannte Situation des städtischen Tierheims noch mehr an die Grenzen. Wer dabei mithelfen will, kann den Tieren zu Ostern Herzenswünsche erfüllen oder auf viele andere Arten helfen.
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