Brugger übernimmt

Großer Umbruch im Kinderdorf: Führungsspitze geht

Österreich
19.03.2026 13:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Riesenwechsel bei SOS-Kinderdorf: Geschäftsführerin Annemarie Schlack tritt überraschend zurück. Sie hatte seit Jahresbeginn die Leitung inne und die Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen begleitet. Interimistisch übernimmt Standortleiter Wolfram Brugger die Führung.

SOS-Kinderdorf hat eine drastische Personaländerung vollzogen: Geschäftsführerin Annemarie Schlack hat laut einer Aussendung „auf eigenen Wunsch ihr Dienstverhältnis gekündigt und ist aus der Geschäftsführung ausgeschieden“.

Als interimistischen Nachfolger bestellte der Aufsichtsrat Wolfram Brugger, „einen erfahrenen, langjährigen Standortleiter von SOS-Kinderdorf“, in die Geschäftsführung.

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SOS-Kinderdorf Österreich setzt den eingeschlagenen Weg zur Weiterentwicklung von Organisation und Strukturen konsequent fort.

SOS-Kinderdorf in einer Aussendung

Schlack als Schlüsselfigur bei Aufarbeitung
Schlack war seit 1. Jänner 2024 als Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf tätig. Nach dem Auftauchen von Missbrauchsvorwürfen gegen die Organisation war sie eine der Schlüsselfiguren bei der Aufarbeitung der Misshandlungen – auch durch den Gründer Hermann Gmeiner.

„Ziel bleibt stabile Führung“
Brugger übernimmt nun die Geschäftsführung bis zur Bestellung eines dauerhaften Nachfolgers. „Die Nachbesetzung der Geschäftsführungsposition wird zeitnah in einem strukturierten Verfahren erfolgen“, hieß es. „SOS-Kinderdorf Österreich setzt den eingeschlagenen Weg zur Weiterentwicklung von Organisation und Strukturen konsequent fort. Ziel bleibt eine stabile und wirksame Führung sowie die bestmögliche Unterstützung von Kindern und Jugendlichen“, so SOS-Kinderdorf.

„Nehmen bewusst keine Stellung“
Auf Anfrage über die konkreten Hintergründe des Rückzugs von Schlack wollte SOS-Kinderdorf keine Stellungnahme abgeben. Auch die Frage, ob mit Wolfram Brugger nun wieder Personen aus den lange bestehenden Hierarchien die Führung übernommen haben, blieb unbeantwortet. „Zu inhaltlichen Fragen nehmen wir derzeit bewusst keine Stellung“, hieß es in einem Schreiben.

Die Reformkommission dürfte in die Entscheidung jedenfalls nicht mit eingebunden gewesen sein. „Nein. Wir haben nicht damit gerechnet. Annemarie Schlacks Arbeit war sehr verdienstvoll. Sie hat verschiedene Prozesse aufgesetzt, die eine gute Basis für die weitere Arbeit der Reformkommission sind“, sagte die Leiterin Irmgard Griss gegenüber dem „Profil“ (online).

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