Zuwachs bei Fahrgästen

Teurer Sprit treibt mehr Pendler in den Bus

Burgenland
19.03.2026 09:00

Die Verkehrsbetriebe Burgenland verzeichnen derzeit ein deutliches Fahrgastplus, pro Woche kommen mehr als 1000 neue Pendler dazu. Pro Woche fahren schon mehr als 40.000 Menschen mit den Öffis im Burgenland. 

„O’zapft is“, heißt es derzeit nicht nur im Bierzelt, sondern auch an den Zapfsäulen. Die Preise steigen spürbar, ein Liter Diesel kostet teilweise schon mehr als zwei Euro. Für Pendler wird der tägliche Weg zur Arbeit zur Kostenfrage.

Die Regierung reagiert. Ab 1. April soll eine Spritpreisbremse greifen. Margendeckel für Raffinerien und Tankstellen, dazu eine befristete Senkung der Mineralölsteuer. Unterm Strich sollen rund zehn Cent pro Liter eingespart werden. Ausgerechnet jetzt sorgt noch ein anderer Vorschlag für Kritik. Während die Spritpreise in die Höhe gehen, bringt der Fiskalrat erneut die Abschaffung des Pendlerpauschale ins Spiel. Für Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ist das „völlig realitätsfremd“. Hierzulande würde das Tausende treffen.

Rund 103.000 Burgenländer pendeln täglich zur Arbeit. In Zeiten des teuren Sprits nutzen dafür ...
Rund 103.000 Burgenländer pendeln täglich zur Arbeit. In Zeiten des teuren Sprits nutzen dafür immer mehr die Öffis.(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

103.000 Burgenländer pendeln täglich zur Arbeit, doch nur rund jeder Fünfte nutzt Bus oder Bahn. Genau das ändert sich jetzt. Seit dem deutlichen Anstieg der Treibstoffpreise aufgrund des Konflikts im Nahen Osten verzeichnen die Verkehrsbetriebe Burgenland (VBB) spürbar mehr Fahrgäste.

Jede Woche 1000 zusätzliche Fahrgäste
Allein in den vergangenen zwei Wochen kamen pro Woche jeweils mehr als 1000 zusätzliche Pendler dazu. Besonders stark sei der Zuwachs auf klassischen Pendlerstrecken. „Die größte Steigerung sehen wir auf der Linie B01, die Güssing und Oberwart mit Wien verbindet, sowie auf der Linie B10 in Parndorf“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Werderits. Auch abseits der Pendlerachsen steigen die Zahlen. Das Anruf Sammeltaxi BAST wird verstärkt genutzt, vor allem in den Bezirken Oberwart, Mattersburg und Oberpullendorf.

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Die größte Steigerung sehen wir auf der Linie B01, die Güssing und Oberwart mit Wien verbindet, sowie auf der Linie B10 in Parndorf.

VBB-Geschäftsführer Wolfgang Werderits

Insgesamt sind derzeit rund 40.000 Fahrgäste pro Woche unterwegs, im Vorjahr waren es gesamt 1,6 Millionen. Warum viele umsteigen, liegt für die VBB auf der Hand. „Als Anbieter eines flächendeckenden öffentlichen Verkehrs können wir in der aktuellen Situation einen wesentlichen Vorteil bieten. Während die Treibstoffpreise deutlich steigen und die weitere Entwicklung schwer abschätzbar ist, profitieren unsere Kunden von stabilen und transparenten Tarifen“, so Geschäftsführer Johannes Jandrisevits.

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