Promis zum Josefitag:

„Die Steiermark ist kein Ort, sondern ein Gefühl“

Steiermark
19.03.2026 05:00

Der 19. März ist der steirische Landesfeiertag. Wir haben prominente Steirerinnen und Steirer um ihre Gedanken zum Josefitag gebeten – von Paul Pizzera über Andreas Gabalier bis Caro Fux.

Seit mehr als 250 Jahren gilt der 19. März als steirischer Landesfeiertag. Die blau-schwarze Landesregierung will diesen Tag heuer mit mehreren Initiativen quasi „wiederbeleben“ – sogar im Regierungsprogramm wurde dies festgeschrieben. Im Alltag merken wir Steirer sonst nämlich nicht wirklich viel vom Feiertag. Es sei denn, man hat Kinder zu Hause – die haben am Josefitag nämlich schulfrei.

Aber was bedeutet dieser Tag eigentlich den Steirerinnen und Steirern? Wir haben diesbezüglich bei prominenten Landsleuten nachgefragt, wie sie denn den Landesfeiertag begehen und was für sie die Steiermark und vor allem die Menschen hier ausmacht. Von Volks Rock’n Roller Andreas Gabalier über Senkrechtstarterin und Amadeus-Gewinnerin Caro Fux bis zu Erfolgsautorin und Wahlsteirerin Claudia Rossbacher (Steirerkrimis) – sie alle haben uns ihre weiß-grünen Gedanken mitgeteilt.

Der Josefitag

Der heilige Josef ist nicht nur der Schutzpatron der Steiermark, sondern auch von Kärnten, Vorarlberg und Tirol. Verantwortlich dafür ist laut Experten Maria Theresia, die Habsburgerin hat sich stark für die Josefsverehrung eingesetzt.

Der 19. März ist seit mehr als 250 Jahren steirischer Landesfeiertag. Im Jahr 1968 wurde er als gesetzlicher Feiertag abgeschafft – heute haben nur noch Schüler und Lehrer am 19. März frei.

Paul Pizzera, Hitlieferant
„Unser Landesfeiertag ist für mich so wie ein Wirtshausabend: Man weiß, was einen erwartet und trotzdem wird’s jedes Jahr irgendwie ein bissl schöner. Ich begehe den Tag meistens ganz unspektakulär – mit viel Wertschätzung für das, was wir haben. Ein Spaziergang irgendwo im Grünen, vielleicht ein Achterl, vielleicht zwei (rein kulturell natürlich), und ein kurzer Gedanke daran, wie privilegiert wir sind, in so einer Gegend leben zu dürfen. Die Steiermark macht für mich die ganz besondere Mischung aus Bodenständigkeit und leiser Grandezza aus. Wenn dich die Steirer einmal ins Herz geschlossen haben, dann bleibst du da auch. Mein Lieblingsbrauch ist dieses „Zammkommen“ – ob in der Buschenschank oder am Küchentisch. 

Kurz gesagt: Die Steiermark ist für mich kein Ort, sondern ein Gefühl. Und das trag ich gern ein bissl in die Welt hinaus – auch, wenn ich grad nicht dort bin. In diesem Sinne: Hoch lebe die Vielfalt im grünen Herzen.“

Claudia Rossbacher, Erfolgsautorin
„Ich habe als nicht gebürtige Steirern zumindest gewusst, dass am 19. der Landesfeiertag ist. Mein liebster Brauch in der Steiermark ist die Johannesweinsegnung am 27. Dezember und natürlich vor Ostern die Fleischweihe. Die Steirer zeichnet für mich die Herzlichkeit und Geselligkeit aus – sie können feiern, genießen, aber auch anpacken. Meine Herzensgegend ist das Schilcherland, dort hat meine Steiermarkliebe begonnen.“

Erfolgsautorin Claudia Rossbacher
Erfolgsautorin Claudia Rossbacher(Bild: Lucija Novak)

Andreas Gabalier, Volks Rock‘n Roller
„An Feiertagen sollten wir gelegentlich hinterfragen, warum wir an diesen Tagen nicht zur Arbeit oder in die Schule gehen müssen – um unsere Kultur und Identität nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir dürfen dieses kleine, aber sehr besondere Land unser Zuhause nennen und leben an einem zumindest physisch friedlichen Breitengrad in dieser verrückten Welt – und sollten uns aktuell mehr denn je um Frieden bemühen. Als ,Volksliedsänger‘ ist es mir ein großes Anliegen, mit meiner Musik die gute Laune zu behüten und unsere Steiermark voll Freude in die Welt hinauszutragen.“

Caro Fux, Senkrechtstarterin
„Den Landesfeiertag verbringe ich heuer sehr unspektakulär, weil’s am Wochenende schon wieder nach Berlin ins Studio geht – leider habe ich also gerade nicht wirklich viel Zeit, den Josefitag groß zu zelebrieren. Was die Steiermark für mich ausmacht? In erster Linie sind’s die Leute, die einfach lustig und auf-geschlossen sind und vor allem richtig feiern können.“

Mario Haas, ewiger Sturm-Bomber
„Ich hab heute Training mit den Jungs von meiner U16 der Sturm-Akademie – sie haben zwar schulfrei, aber Training muss eben sein. Mein liebster Brauch ist die Fleischweihe, da lass ich auch mein Puntigamer mitsegnen. Wir Steirer sind halt einfach die Besten – Kernöl, guter Wein, wo kann man sonst so gut genießen? Mein Lieblingsplatz ist die Grazer Innenstadt, mit ihrem einzigartigen Flair.“

Sturms ewiger Bomber Mario Haas
Sturms ewiger Bomber Mario Haas(Bild: Sepp Pail)

Nici Schmidhofer, Ski-Star
„Ich fliege am Josefitag nach Norwegen zum Weltcupfinale, wo ich wieder kommentieren darf. Also verbringe ich den Landesfeiertag, wie in den letzten 25 Jahren – beim Skifahren. Uns Steirer zeichnet aus, dass wir sehr offene Menschen sind, die gern essen und auch gern feiern. Von der Ramsau bis zur Weinstraße ist die Landschaft dazu einfach einzigartig.“

Ex-Weltmeisterin und ORF-Kommentatorin Nici Schmidhofer
Ex-Weltmeisterin und ORF-Kommentatorin Nici Schmidhofer(Bild: GEPA)

Mario Kunasek, Landeshauptmann
„Der Josefitag ist tief in unserer Geschichte und unserem Brauchtum verwurzelt und erinnert uns daran, was unser Land ausmacht: Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenhalt.“

Manuela Khom und Mario Kunasek
Manuela Khom und Mario Kunasek(Bild: Christian Jauschowetz)

Manuela Khom, LH-Stellvertreterin
„Fleiß und Innovationskraft der Steirerinnen und Steirer sind unser größtes Kapital.“

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