Kiga-Personal fehlt

Großes Plus bei Ausbildung und am Gehaltszettel

Kärnten
18.03.2026 21:00

Mit dem 2023 in Kraft getretenen Kärntner Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (K-KBBG) hat auch das Land Kärnten um einiges tiefer in die Tasche gegriffen. Denn einer der wichtigsten Plus-Punkte auf der Agenda ist die bessere Entlohnung des Kindergartenpersonals. Weniger Wochenstunden, mehr Gehalt – das hieß es zumindest bei der Ausrollung des Gesetzes.

„Besonders bei den Assistentinnen wurde massiv nachgebessert“, erklärt Landesrat Peter Reichmann. Die Ausbildung sei außerdem stundentechnisch weit über dem Österreich-Durchschnitt.

Verbesserungen, aber an der falschen Stelle
Mehr Schein als Sein, wenn man in den Kindergärten direkt nachfragt: „Ja, diese Gruppe verdient mehr, aber, das bestehende Personal nicht. Als Kindergarten-Leitung verdiene ich fast gleich viel, wie eine Kleinkindbetreuerin, die aber keine Vor- und Nachbereitung und viel weniger Verantwortung hat“, ärgert sich eine Betroffene.

Fehlendes Personal wird mit „Schnellsiedekursen“, die mittlerweile in allen Bezirken angeboten werden, ausgeglichen. Die Unzufriedenheit der Pädagoginnen und Pädagogen sei aber weiterhin ungebrochen groß.

Strukturelle Herausforderungen, wie der Wunsch nach kleineren Gruppen, mussten hinten angestellt werden. Die erst geplante Verkleinerung der Gruppen von durchschnittlich 25 auf 20 Kinder wird – aus finanziellen Gründen – erst 2030 anstehen.

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