Am Freitag machte ein Kind auf einer Baustelle in Ranshofen eine seltsame Entdeckung, hatte plötzlich einen menschlichen Knochen in der Hand. Wie sich jetzt herausstellte, soll es sich dabei um einen archäologischen Fund aus der Zeit der Franzosenkriege 1805 oder 1806 handeln. Die Baustelle steht nun unter Denkmalschutz.
Auf einer Baustelle in Ranshofen werden in naher Zukunft keine Bagger vorfahren, sondern ein archäologisches Team anrücken. Denn am Freitag stieß ein Kind dort beim Spielen auf Knochenteile, diese sollen im Zuge von Baggerarbeiten freigeschaufelt worden sein. Das Grundstück wurde behördlich gesperrt und in den vergangenen Tagen genauer untersucht.
Knochen in sehr gutem Zustand
„Es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen archäologischen Fund aus der Zeit der Franzosenkriege um 1805 oder 1806. Die gefundenen Knochen sind in sehr gutem Zustand. Aktuell schaut es so aus, dass es sechs Gräber sein dürften – es könnten aber auch mehr sein“, erklärt Heinz Gruber vom Bundesdenkmalamt, der am Montag selbst vor Ort war.
Die zeitliche Eingrenzung würde gut passen, da Braunau zu dieser Zeit ein strategisch wichtiger Stützpunkt und Durchzugsgebiet war. Auch der große Napoleon Bonaparte soll sich im Innviertel aufgehalten haben. Außerdem ist die Annahme naheliegend, da in der Nähe der Fundstelle ein Franzosenkreuz steht und die Straße sogar Franzosenkreuzstraße heißt.
Soll kein Massengrab sein
„Es wird jetzt eine archäologische Fachfirma beauftragt, die die Gräber zeitnahe untersuchen und bergen soll. Es handelt sich um reguläre Einzelgräber in knapp einem Meter Tiefe, kein schnelles Massengrab. Bis jetzt deutet auch alles daraufhin, dass es sich nur um Erwachsene handeln soll“, so Gruber. Bis dahin steht die Baustelle unter Denkmalschutz, die angeschnittenen Gräber wurden mit einer Plane abgedeckt.
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