Ordensspitäler

Nach Streik steht jetzt doch eine Einigung bevor

Oberösterreich
18.03.2026 06:34
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Der 25. März wird zu einem Entscheidungstag in den oberösterreichischen Ordensspitälern. Dann wird, nach acht Verhandlungsrunden und Arbeitsniederlegungen, über den neuen Kollektivvertrag abgestimmt. Die Gewerkschaft spricht von ersten richtigen Schritten, will aber mehr. 

So sieht es derzeit aus: Die 40-Stunden-Woche bleibt, aber die etwa 10.000 Mitarbeiter im Spital, abgesehen von den Ärzten, erhalten 15 Stunden mehr Freizeit pro Jahr. Dazu kommen 3,3 Prozent Gehaltserhöhung und höhere Zulagen ab Juli. „Auch in der achten Verhandlungsrunde haben sich die Arbeitgeber beim Thema 40-Stunden-Woche nicht bewegt, es ist also keine Verkürzung der Wochenstunden gelungen. Seit September letzten Jahres fordern die 10.000 nicht ärztlich Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich eine dringend notwendige Arbeitszeitverkürzung“, heißt es in einer Aussendung der Gewerkschaft.

„Noch lange nicht am Ziel“
„Unsere Forderung bleibt auf Kollektivvertrags-Ebene ungelöst. Wir haben deshalb einen für dieses Jahr schmerzhaften Kompromiss verhandeln können: Eine Erhöhung des Zeitbonus für alle Beschäftigten in Höhe von 15 zusätzlichen Stunden, gemeinsam mit weiteren arbeitszeitverkürzenden Maßnahmen. Das sind 15 Stunden mehr Freizeit pro Jahr – und damit ein erster Hebel, um für alle eine spürbare Entlastung durchzusetzen. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, so vida KV-Verhandlerin Martina Reischenböck. 

„Erster Schritt, aber weitere müssen folgen“
Die Erhöhung des jährlichen Zeitbonus ist ein Schritt in die richtige Richtung – vor allem in Verbindung mit dem Rechtsanspruch, ihn in Zeit zu konsumieren. „Jetzt sind alle Beschäftigten am Zug, über das aktuelle Angebot abzustimmen“, so Martina Reischenböck.

„Was wir bisher erreicht haben, haben wir durch unseren Streik und unsere Stärke erreicht. Wir sind so stark wie nie und werden uns auch in Zukunft nicht unterkriegen lassen. Wir geben nicht auf – sondern wir nehmen Anlauf“, so Elke Hergetz, Krankenpflegerin bei den Elisabethinen in Linz.

„Wir sehen weiter die Landespolitik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die uns ausreichend Erholung und unseren Patient:innen eine gute Versorgung gewährleisten. Das Schweigen unserer Landesregierung war ein klares Zeichen – wir fühlen uns im Stich gelassen“, so Sandra Weilnböck, Radiologietechnologin bei den Barmherzigen Schwestern Linz.

Belegschaft hat das letzte Wort
Am Mittwoch, 18.März, startet eine Rückkopplung, in der die Beschäftigten über das Verhandlungsergebnis abstimmen können. Diese wird eine Woche laufen. Das Ergebnis wird am Mittwoch, 25. März, bekannt gegeben.

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