„Generationenwechsel“ bei der SPÖ Ottakring in Wien: Susanne Haase folgt auf den Langzeit-Vorsitzenden und will jetzt die „Partei öffnen“.
Noch vor Kurzem sorgte die SPÖ-Gemeinderätin Susanne Haase für Aufregung. Zuerst mit ihrem völlig unpassenden Verhalten, ausgerechnet während einer Rede zur Teuerung blödelte sie peinlich herum (Stichwort: Mobiltelefon). Dann tauchte auch noch ein schockierendes „Polizei durchsetzt von Nazis“-Video von ihr auf. Konsequenzen für die Klamauk-Politikerin? Von der Parteiführung absolut gar keine. Im Gegenteil: Jetzt ist die 50-Jährige sogar um eine Aufgabe reicher.
Seit Montag steht die Gewerkschafterin, die alleine als Gemeinderätin monatlich 8600 Euro verdient, nämlich auch noch an der Spitze der SPÖ Ottakring. Ex-Stadtrat Christian Oxonitsch (64) kandidierte dort nach 30 Jahren nicht mehr. Als Gratulant der ersten Stunde stellte sich Vizekanzler Andreas Babler ein.
Mit insgesamt mehr als 15.000 Euro Monatssalär zählt die gebürtige Deutsche schon jetzt zu den Topverdienern im Gemeinderat. Die Aufgabe im Bezirk übernimmt sie ehrenamtlich. Wie viel Zeit sie dafür, neben ihren anderen Tätigkeiten, aufbringen kann, ist jedoch eine andere Frage.
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