Kaum zeigt sich der Frühling, tauchen in vielen Gärten wieder die ersten stacheligen Besucher auf: Igel verlassen ihre Winterquartiere und machen sich auf Nahrungssuche. Gerade jetzt ist es wichtig, genau hinzusehen – denn gut gemeinte Unterstützung kann manchmal mehr schaden als nützen.
Nach dem Winterschlaf starten Igel mit leeren Energiereserven in den Frühling. Je nach Wetterlage verlassen sie ihre Winterquartiere bereits im März. Vor allem nach längeren Kälteperioden wirken viele Tiere zunächst geschwächt und suchen intensiv nach Nahrung.
Das ist grundsätzlich normal: Regenwürmer, Käfer, Larven und andere Kleintiere stehen jetzt wieder auf ihrem Speiseplan, doch das Angebot ist noch nicht überall ausreichend vorhanden. Problematisch wird es, wenn ein Igel deutlich abgemagert wirkt, apathisch erscheint oder bei Tageslicht längere Zeit regungslos im Garten liegt.
Frühstück nach dem harten Winter
Wer helfen möchte, sollte zuerst beobachten, statt sofort einzugreifen. Oft genügt es bereits, eine flache Schale mit Wasser bereitzustellen. Als Zufütterung eignet sich hochwertiges Katzenfutter ohne Sauce oder Gewürze. Ungeeignet sind Milch, Brot oder Küchenreste – sie können Verdauungsprobleme verursachen und dem Tier mehr schaden als nützen.
Wie verhält sich der Igel?
Ein gesundes Tier ist zwar gelegentlich tagsüber zu sehen, vor allem nach dem Winterschlaf, sollte aber aufmerksam reagieren und sich bei Störung einrollen oder zügig entfernen. Wirkt der Körper eingefallen, sind die Flanken hinter dem Kopf sichtbar eingezogen oder läuft das Tier unsicher, kann Unterstützung notwendig sein.
Wenn er tagsüber lange apathisch liegen bleibt
Bei sichtbaren Verletzungen
Wenn Fliegen oder Maden am Körper zu sehen sind
Wenn Jungtiere auffällig klein oder geschwächt wirken
Kleine Hilfen im eigenen Garten
Wichtig ist außerdem, Futterstellen sauber zu halten, damit keine Krankheiten übertragen werden. Besondere Vorsicht gilt jetzt bei Gartenarbeiten. Viele Igel haben den Winter unter Laubhaufen, Reisig oder in ruhigen Gartenecken verbracht. Wer Beete säubert, Hecken schneidet oder Holzstapel entfernt, sollte vorher genau kontrollieren.
Mähroboter – ein leidiges Thema
Auch Mähroboter stellen eine erhebliche Gefahr dar: Sie verletzen Igel häufig schwer, vor allem wenn die Geräte in den Abend- und Nachtstunden laufen. Ein naturnaher Garten hilft dem Igel langfristig am meisten. Kleine Durchgänge im Zaun, Laubinseln, dichte Hecken und unbehandelte Ecken schaffen Lebensraum und Nahrung. Gerade im Frühling entscheidet oft schon ein wenig Rücksicht darüber, ob der nützliche Gartenhelfer gut in die neue Saison startet.
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