Nach der Androhung der Veröffentlichung eines Sex-Videos sieht sich Ungarns Oppositionschef Péter Magyar mit einem weiteren Angriff konfrontiert. Die Polizei hat Medienberichten zufolge Ermittlungen gegen den Herausforderer von Ministerpräsident Viktor Orbán wegen des Verdachts auf Drogenbesitz eingeleitet.
Hintergrund ist jenes geheim aufgenommene, aber noch immer nicht veröffentlichte Video, in welchem Magyar in einer Wohnung in Budapest mit seiner damals bereits Ex-Freundin Sex haben soll, während andere Personen im Wohnzimmer feiern. Der Chef der Tisza-Partei nahm bereits nach Auftauchen eines Fotos von jenem Schlafzimmer (siehe Bilder unten), wo er nach einer Feier mit Parteiaktivisten im August 2024 „einvernehmlichen Geschlechtsverkehr“ mit seiner früheren Freundin hatte, eine offensive Position ein und bestätigte die Begebenheit.
Magyar: „Habe Drogen nicht angerührt“
Zudem führte der 45-jährige Politiker, der früher Mitglied von Orbáns Fidesz gewesen war, an, dass ihm nicht bekannte Personen bei einem Tisch im Wohnzimmer gesessen seien. Auf dem Tisch habe er Drogenutensilien wahrgenommen. Diese habe er aber „nicht angerührt“, versicherte Magyar in einem Facebook-Statement.
„Weißes Pulver auf Nachtkästchen gelandet“
Doch mittlerweile haben sich auch andere damals bei der Hausparty anwesende Augenzeugen bei ungarischen Medien gemeldet und die Darstellung Magyars ein wenig relativiert. Besonders brisant klingt die Aussage eines Mannes zur Frage nach den Drogen: „Das weiße Pulver ist irgendwann vom Wohnzimmertisch auf das Nachtkästchen im Schlafzimmer gewandert.“
Magyars Tisza („Respekt und Freiheit“) feierte bei der Europawahl 2024 einen großen Erfolg, als sie aus dem Stand knapp 30 Prozent der Stimmen erhielt und sich als stärkste Oppositionskraft etablierte. Aktuelle Umfragen sehen die Partei teilweise vor der regierenden Fidesz. Damit scheint ein Machtwechsel in Ungarn nach 16 Jahren ununterbrochener Regierung durch Orbán erstmals wieder möglich. Infolge dieses Aufstiegs haben sich die Angriffe von Orbán und regierungsnahen Medien auf Magyar zuletzt deutlich verschärft. Der Urnengang findet am 12. April statt.
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